Sackmann Fahrradreisen

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Radreisen auf der Mittelland-Route

Diese Radreise vom Bodensee zum Genfersee führt Sie auf der Nationalen Veloroute Nr. 5 durch die typische Schweiz und zu einigen Höhepunkten des Landes der Eidgenossen

Seen, Flüsse, weite Ebenen und stille Täler, Städte und Dörfer, Industrie und Landwirtschaft, Natur und Technik, Reusstal und AKW, Störche und Solothurn, Bielersee und Grosses Moos, Camargue der Schweiz und Kornkammer Waadtland, deutsch und welsch: Dies sind einige Farbtupfer dieser typischen Reise durch die Schweiz. Die Mittelland-Route führt vor Augen, wie die Schweiz auch dort, wo sie «gewöhnlich» ist, ein attraktives Veloland bietet, denn die Landschaft ist sehr abwechslungsreich

 
Die Topographie ist weitgehend flach und das macht diese Route zu einem guten Tipp auch für Familien, Genießer und Gelegenheitsradler.

 

 

Mittelland-Route a´la carte
Planen Sie Ihre ganz individuelle Velotour. Von Romanshorn bis Lausanne sind es insgesamt ca. 380 Radkilometer. Alle im "Höhenprofil" aufgeführten Etappenorte stehen Ihnen zur Auswahl. Sie bestimmen Reisedauer, Start-, Ziel-, und alle Übernachtungsorte und die Kategorie der Unterkünfte. mehr

ALLROUND-SERVICE auf der Mittelland-Route
Der ALLROUND-SERVICE  gilt für alle Gäste, die aus dem Ausland anreisen und keinen Wohnsitz in der Schweiz haben und beinhaltet:
 Meet & Greet am Flughafen oder reservierter Dauerparkplatz in Zürich/Regensdorf
 Transfers zu einem Hotel in der Nähe des Flughafens bzw. von Zürich/Regensdorf zum Startort der Tour und vom Zielort zurück zum Flughafen bzw. zum Parkplatz in Zürich/Regensdorf
 2 Zusatzübernachtungen in Zürich/Regensdorf oder jeweils eine Zusatzübernachtung in Zürich/Regensdorf sowie am Zielort der Tour (alle Übernachtungen mit Frühstück in der gewünschten Kategorie)


Reisebeschreibung für Variante Romanshorn - Winterthur (Turbenthal) - Zürich/Glatttbrugg - Aarau - Solothurn - Biel - Avenches - Yverdon-les-Bains - Lausanne (Morges) 10 Tage / 9 Nächte, ca. 390 km (Kategorie Standard Hotel)

1. Tag: individuelle Anreise nach Romanshorn
Romanshorn, der Ausgangspunkt der Mittelland-Route, befindet sich direkt am südlichen Ufer des "Schwäbischen Meeres". Die Stadt besitzt den hinsichtlich der Wasserfläche größten Hafen des Bodensees und lockt vor allem mit ihrer bezaubernden Umgebung. Vielleicht haben Sie, wenn Sie zeitig angereist sind, ja Lust, einen Spaziergang durch den mit dem Binding-Preis ausgezeichneten Wald zu unternehmen, der sich rund um den Tobelmülibach erstreckt. Oder möchten Sie lieber eine ausgedehnte Wanderung durch das schöne Voralpengebiet machen und sich hinterher bei einem Besuch im Seebad erfrischen? Romanshorn bietet viele Möglichkeiten und lädt vor allem abends zu einem gemütlichen Bummel rund um den bei Dunkelheit besonders romantischen See ein.  

2. Tag: Rorschach - Winterthur (Turbenthal) 70 (54) km
Die erste Etappe Ihrer Radreise führt Sie zunächst über den vom Obstbau geprägten Thurgauer Seerücken und durch die ebenfalls mit zahlreichen Obstbäumen bestandenen sanften Hügel des als "Mostindien" bekannten Oberthurgaus. Am aus dem 13. Jahrhundert stammenden Wasserschloss Hagenwil vorbei radeln Sie nach Bischofszell, wo die Sitter in die Thur fließt. Das Barockstädtchen musste nach einem verheerenden Brand im Jahre 1743 fast vollständig wiederaufgebaut werden und verfügt deshalb über ein sehr einheitliches Ortsbild. Sehenswert sind neben der liebevoll mit Schmiedekunst verzierten Altstadt vor allem das Schloss, das Rathaus, die spätgotisch ausgemalte Michaelskapelle und die aus dem Jahre 1487 stammende steinerne Brücke über die Thur. Außerdem bietet sich für technisch Interessierte ein Besuch in der Papierfabrik und/oder Konservenfabrik an, in der ein Großteil der Obsternte aus dem Oberthurgau verarbeitet wird. Wieder zurück auf der Strecke erwartet Sie als nächstes die alte Äbtestadt Wil, in deren Hof von 1226 bis 1805 die Fürstäbte des Klosters St. Gallen residierten. Die von malerischen Gässchen geprägte Altstadt thront majestätisch auf einem Hügel und beeindruckt mit zahlreichen Bürgerhäusern aus der Gotik und dem Barock. Und vom 37 m hohen Wiler Turm, der im Jahre 2006 eingeweiht wurde, hat man einen hervorragenden Blick auf die ganze Stadt. Von hier aus geht es durch das felsige Tal der Thur und das waldreiche obere Tösstal mit seinen steilen Felswänden, in dem sich mit etwas Glück und Ausdauer Gämsen, Auerhühner und Luchse beobachten lassen, nach Turbenthal und ggf. weiter in die etwas abseits der Mittelland-Route gelegene sechstgrößte Stadt der Schweiz. Winterthur gilt aufgrund der vielen kleinen Gartenanlagen als richtiggehende "Gartenstadt" und verfügt über ein preisgekröntes, ca. 175 km langes Radwegenetz, das es Ihnen einfach macht, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, zu denen beispielsweise Schloss Kyburg, das maurisch-gotische Waaghaus und die Burgruine Alt-Wülflingen gehören, zu entdecken.   

3. Tag: Winterthur (Turbenthal) - Zürich / Glattbrugg 26 (36) km
Heute steht ein Besuch in der größten Stadt der Schweiz auf dem Programm. Bevor es aber soweit ist, passieren Sie das Örtchen Winterberg, in dessen Gaststätte Bläsihof sich eine kurze Pause anbietet, um bei einem "zweiten Frühstück" das bekannte "Chnoblibrot" (Knoblauchbrot) zu genießen. Und einige Kilometer weiter, in Kloten, können Sie, wenn Sie mögen, den etwa einen Kilometer vom Ort entfernten Flughafen von Zürich besuchen und sich von der gewaltigen Aussichtsterrasse aus spannende Einblicke in das aktuelle Fluggeschehen auf dem größten Flughafen der Schweiz verschaffen. Zurück in Kloten lohnt sich ein Besuch in der Pfarrkirche Christkönig, die 1948 geweiht wurde und mit ihrem Taufbrunnen sowie dem modernen Ambiente zu beeindrucken weiß. Einige Kilometer weiter ist dann Glattbrugg erreicht, das seinen Namen einer hier angelegten Brücke über die Glatt verdankt und offiziell nicht mehr selbständig ist, sondern zur Stadt Opfikon gehört. Und von hier aus ist es nur noch der sprichwörtliche Katzensprung ins etwas abseits der Mittelland-Route gelegene Zürich mit seiner Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Museen. Die einstige Wirkungsstätte des bekannten Schweizer Reformators Ulrich Zwingli stieg schon im 18. und 19. Jahrhundert zum wirtschaftlichen Zentrum der Schweiz auf und ist es bis heute geblieben - allerdings dominieren heute die Banken anstelle der Textilindustrie. Unbedingt besuchen sollten Sie die gut erhaltene, von der Limmat durchflossene Altstadt, in der sich u.a. das im Stil der Renaissance erbaute Rathaus, der eindrucksvolle Paradeplatz, das romanische Großmünster, der Hauptsitz von Credit Suisse und das Stammhaus der Confiserie Sprüngli auf Sie freuen. Und auch auf das größte Zifferblatt Europas, das den Turm der Peterskirche ziert, sollten Sie einen Blick werfen, bevor Sie den Abend bei einer Portion Zürcher Geschnetzeltem, Mandelsuppe oder einer der vielen anderen Zürcher Köstlichkeiten zünftig ausklingen lassen und anschließend vielleicht noch gemütlich um den Zürichsee bummeln.   

4. Tag: Zürich / Glattbrugg - Aarau 62 km
Schon kurz nachdem Sie die pulsierende Großstadt Zürich mit ihrem bunten Treiben hinter sich gelassen haben, treffen Sie auf den inmitten einer ausgedehnten Riedlandschaft gelegenen Katzensee, der nach und nach verlandet und dabei sowohl ein Nieder- als auch ein Hochmoor entstehen lässt. Nicht zuletzt deshalb wurde das Gebiet rings um den See schon im Jahr 1912 zum Naturschutzgebiet erklärt und 1977 als "Landschaft und Naturdenkmal von nationaler Bedeutung" anerkannt. Etwa 20 Radkilometer weiter erwartet Sie dann mit Baden, der drittgrößten Stadt des Kantons Aargau, schon das nächste Highlight. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der strahlenförmig angelegten und auf die Habsburger zurückgehenden Stadt gehören die hauptsächlich gotische Altstadt, der Schlossberg mit der als Badener Wahrzeichen geltenden Ruine Stein sowie das Landvogteischloss. Und selbstverständlich können Sie sich auch im öffentlichen Thermalbad vom bereits bei den Römern beliebten, mineralreichen "Aquae Helveticae" verwöhnen lassen, bevor Sie sich wieder zurück auf die Strecke begeben und der Limmat nach Windisch folgen. Hier kommen vor allem Geschichtsfans auf ihre Kosten, denn ein Amphitheater und eine teilweise sogar noch funktionsfähige Wasserleitung aus dem 1. Jahrhundert erinnern bis heute daran, dass die Stadt auf das römische Legionärslager Vindonissa zurückgeht. Außerdem sollten Sie keinesfalls einen Besuch im Kloster Königsfelden verpassen, dessen elf Glasfenster eine anschauliche Geschichte erzählen und als die schönsten in der gesamten Schweiz gelten. Einige Radkilometer weiter in Brugg, wo sich Limmat, Reuss und Aare zum "Schweizer Wasserschloss" vereinigen, lockt u.a. die an einer Engstelle der Aare gelegene, überwiegend aus Muschelkalkstein erbaute Altstadt mit dem spätgotischen Rathaus. Aber auch die Turmburg "Schwarzer Turm", das heute als Jugendherberge genutzte Schlösschen Altenburg und das Vindonissamuseum, in dem zahlreiche Fundstücke aus dem einstigen Legionärslager bewundert werden können, freuen sich über Ihren Besuch, ehe Sie die letzten Kilometer der heutigen Etappe in Angriff nehmen und sich von der Aare in Ihr heutiges Etappenziel Aarau führen lassen. Die Kantonshauptstadt wurde von den Grafen von Kyburg gegründet und besticht neben ihrer von spätgotischen Häusern geprägten und auf einem Kalkfelsen gelegenen Altstadt vor allem mit ihren bemalten Giebelunterseiten, die auch als "Ründen" bezeichnet werden und Aarau zur "Stadt der schönen Giebel" machen.     

5. Tag: Aarau - Solothurn 55 km
Auch auf der heutigen Etappe bleibt Ihnen die Aare treu und geleitet Sie zunächst nach Schönenwerd, wo mit der früheren Stiftskirche St. Leodegar die älteste bestehende Kirche im Kanton Solothurn besichtigt werden kann. Anschließend geht es durch lichte Laubwälder weiter nach Olten. Die am Südfuß des Juragebirges gelegene größte Stadt des Kantons Solothurn verfügt über eine sehenswerte Altstadt mit mehreren Kirchen und stattlichen Bürgerhäusern sowie eine gedeckte, von Blasius Balteschwiler erbaute Holzbrücke und ist auch eine bedeutende Eisenbahnerstadt. Hier, am Kreuzungsort der beiden ersten Schweizer Eisenbahnlinien, befindet sich nämlich mit dem SBB-Werk Olten eine riesige Werkstatt, in der Sie den Angestellten im Zuge einer vorab angemeldeten Führung beispielsweise bei der Reparatur und Modernisierung der SBB-Triebwagen über die Schulter schauen können. Das etwas weiter flussaufwärts gelegene, als Brückensiedlung angelegte Städtchen Aarburg beeindruckt mit seiner dreieckigen Altstadt, und die Gegend rund um das vor allem für seine Wallfahrtskirche bekannte Wolfwil lockt mit einer sehr interessanten Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Nachdem Sie sich sattgesehen haben, folgen Sie  der träge dahinfließenden Aare nach Aarwangen, bewundern das imposante Schloss und treffen schon kurz danach im noch heute mittelalterlich angehauchten Städtchen Wangen ein, das neben seiner Altstadt vor allem mit dem Schloss, einer aus dem 15. Jahrhundert stammenden gedeckten Holzbrücke und dem Zeitglockenturm glänzen kann. Nun ist es nicht mehr weit bis in Ihr heutiges Etappenziel Solothurn, und Sie können schon bald dessen charakteristische Silhouette am Horizont erkennen. Die von vielen Türmen geprägte Ambassadorenstadt gilt als schönste Barockstadt der Schweiz und verfügt über eine wunderschöne Altstadt, die im Laufe von über 200 Jahren entstand und dementsprechend über eine Vielzahl an verschiedenen Baustilen verfügt. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch beim Zeitglockenturm, der das älteste Bauwerk der Stadt darstellt und dessen Figuren (Tod, Ritter und König) sich bei jedem Stundenschlag bewegen. Und natürlich müssen Sie auch die zahlreichen Solothurner Köstlichkeiten probiert haben, bevor Sie der Stadt wieder den Rücken kehren. Lassen Sie es sich also beispielsweise bei einem Stück Solothurner Torte (aus Biskuit, gemahlenen Haselnüssen, Meringue und Rahm) und/oder einem Teller des aus Bouillon und Weißwein bestehenden Solothurner Weinsüppchens ("Soledurner Wysüppli") so richtig gutgehen!  

6. Tag: Solothurn - Biel 33 km
Nachdem die heutige Etappe nicht ganz so lang ist, haben Sie heute Vormittag noch einmal ausgiebig Gelegenheit, durch die malerischen Altstadtgässchen Solothurns zu schlendern und vielleicht auch eines der dortigen Boulevardcafés zu besuchen, bevor Sie die Stadt verlassen und sich auf den Weg durch die Witi, das einstige Schwemmland der heute größtenteils "gezähmten" Aare, machen. Schon nach knappen sieben Radkilometern erwartet Sie mit dem "Europäischen Storchendorf" Altreu das unbestrittene Highlight der heutigen Tagestour, denn hier können Sie "Meister Adebar", der seit 1948 in großem Maße im Dorf angesiedelt wurde, hautnah erleben. Durchschnittlich tummeln sich rund 30 Brutpaare der majestätischen Vögel rund um den Ort und lassen sich wunderbar beim Umherfliegen, der Rast im Nest und mit etwas Glück auch bei der Aufzucht ihres Nachwuchses beobachten. Und vielleicht haben Sie ja auch Lust und Zeit, sich im Info-Zentrum Witi Altreu umfassend über Natur und Landschaft der Aare-Ebene zu informieren, ehe Sie sich wieder in den Sattel schwingen und weiter nach Nidau radeln. Die Kleinstadt befindet sich auf einer von der Aare und dem Flüsschen Zihl umflossenen 'Insel' und lockt neben ihrem Schloss, in dem u.a. eine Ausstellung zur Juragewässerkorrektur untergebracht ist, vor allem mit ihrem Strandbad, in dem Sie sich eine wohlverdiente Abkühlung und Erfrischung verschaffen können. Wieder zurück auf der Mittelland-Route geht es unaufhaltsam Ihrem heutigen Etappenziel Biel und dem schönen Bielersee entgegen. Die größte zweisprachige Stadt der Schweiz liegt nicht weit von der deutsch-französischen Sprachgrenze entfernt und gilt als das Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie schlechthin - haben hier doch u.a. die Swatch Group, Ebel, Maurice Lacroix und Rolex ihren Hauptsitz. Aber auch die zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert entstandene historische Altstadt, die zu den besterhaltenen ihrer Art in ganz Europa zählt, die ungefähr 72 über das gesamte Stadtgebiet verstreuten Trinkwasserbrunnen und die zahlreichen Kirchen freuen sich auf Ihren Besuch und wollen gebührend bewundert werden. Unterwegs lohnt sich unbedingt ein Abstecher in eine der Bieler Confiserien, um die "Bieler Pflastersteine" ('Bieler Bsetzisteine'), eine für die Stadt typische Pralinenspezialität, zu probieren. Sollten Sie es lieber deftig mögen, können Sie sich an 'Eglifilet (= Flussbarschfilet) Bieler Art' oder der Treberwurst, einer geräucherten Rohwurst aus Schweinefleisch, gütlich tun.                

7. Tag: Biel - Avenches 50 km
Die ersten Kilometer der heutigen Tagestour stehen ganz im Zeichen des 37,8 km2 großen Bielersees. An seinem naturbelassenen Südufer entlang geht es über Hagneck nach Erlach, das sich gut als Ausgangspunkt für einen Ausflug auf die inmitten des Bielersees gelegene St. Peters(halb)Insel eignet. Sie beherbergte schon so bekannte Zeitgenossen wie Jean-Jacques Rousseau und Johann Wolfgang von Goethe und weiß neben ihrem um 1127 errichteten Cluniazenser-Kloster vor allem mit ihren unter Naturschutz stehenden Wäldern zu beeindrucken. Wieder zurück auf dem "Festland" kehren Sie dem Bielersee den Rücken und radeln weiter nach Gampeln, wo das "Gemüseland" beginnt und entlang des Zihlkanals die Sprachgrenze zwischen der französischen und der Deutschschweiz verläuft. Diese überqueren Sie einige Kilometer weiter mit einer Fahrt über die anlässlich der Expo 2002 errichtete, den Broye-Kanal überspannende Rotary-Brücke und befinden sich anschließend in der französischen Schweiz. Wer noch gut bei Kräften ist und die Etappe gerne um ein paar Kilometer verlängern würde, hat hier die Wahl zwischen einem Abstecher nach Neuchâtel oder einem kleinen Umweg über das durch seine Ringmauer noch heute mittelalterlich anmutende Zähringerstädtchen Murten, in dessen von romantischen Laubengängen geprägter Altstadt es sich herrlich flanieren lässt. Wieder zurück auf der Mittelland-Route ist es nun nicht mehr weit bis nach Avenches, wo Sie die heutige Nacht verbringen werden. Die auf einem Hügel gelegene, früher im deutschen Sprachraum als Wif(f)lisburg bekannte Stadt verfügt neben einer malerischen Altstadt mit rechteckigem Grundriss über zwei bemerkenswerte mittelalterliche Wehrtürme sowie ein schmuckes Renaissanceschloss. Und das Amphitheater, das zu den am besten erhaltenen in der ganzen Schweiz gehört und jedes Jahr Schauplatz der Opernfestspiele ist, erinnert zusammen mit den am Fuß des Hügels gelegenen Ruinen der alten Römerstadt 'Aventicum' an die römischen Ursprünge des Städtchens, das mit seiner Vielzahl an Musik-Festivals und weiteren kulturellen Veranstaltungen einen wahren "Schmelztiegel" der Kultur darstellt.

8. Tag: Avenches - Yverdon-les-Bains 41 km
Zu Beginn der heutigen Etappe steht eine der wenigen sanften Steigungen der Mittelland-Route auf dem Programm. Etwa acht Kilometer lang ist der sich über 51 Höhenmeter erstreckende Anstieg hinauf nach Estavayer-le-Lac; die sehr gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, das Schloss Chenaux und das Dominikanerinnenkloster mit seiner dreischiffigen Kirche machen die in Kauf genommenen Anstrengungen aber mehr als wett. Und natürlich lohnt sich auch die schöne Aussicht über den Neuenburgersee, die Sie von hier oben aus genießen können, bevor Sie sich auf den Weg ins Tal machen und dem blauen Juwel entgegenrollen. Begleitet werden Sie dabei von den Sumpfgebieten und Uferwäldern der unter Naturschutz stehenden Grande Cariçaie, dem größten Seeuferfeuchtgebiet der Schweiz, das seinen Namen aufgrund seiner häufigsten Pflanze, der Steifen Segge (Carex elata) trägt und sich über 40 km am Ufer des Neuenburgersees entlang erstreckt. In Font lohnt sich ein kurzer Halt, um die für ihre Vielzahl an Reliquien bekannte Pfarrkirche Saint Sulpice zu besuchen und ein aus dem 14. Jahrhundert stammendes, außergewöhnliches Wegkreuz zu bestaunen. Bei Yvonand lockt die eindrucksvolle Schlucht Vallon des Vaux, in deren teilweise mit Felsmalereien verzierten Höhlen sehr wahrscheinlich die ersten hier ansässigen Menschen lebten. Und Ihr heutiges Etappenziel Yverdon-les-Bains ist vor allem für seine schon bei den Römern beliebten, schwefelhaltigen warmen Quellen bekannt, in denen Sie sich nach der Ankunft angemessen entspannen können. Aber auch die ovale mittelalterliche Altstadt, das Schloss mit seinem Savoyer Viereck und den runden Ecktürmen, die reformierte Kirche Notre Dame mit ihrer imposanten Barockfassade und dem geschnitzten Chorgestühl sowie das Heimatmuseum, das u.a. zwei gut erhaltene römische Schiffe und eine ptolemäische Mumie mit Sarkophag beherbergt, freuen sich auf Ihren Besuch.                    

9. Tag: Yverdon - Lausanne (Morges) 53 km
Der erste Teil der heutigen Schlussetappe führt Sie auf flacher Strecke durch die auch als "Kornkammer der Schweiz" bekannte, fruchtbare Orbe-Ebene (Plaine de l'Orbe). Das Flüsschen Orbe, das bei der gleichnamigen Stadt auf den Talent trifft und zusammen mit diesem als Thielle (dt.: Zihl) in den Neuenburgersee mündet, schlängelt sich gemütlich zwischen den Waadtländer Hügeln dahin und passiert dabei u.a. die Dörfer Chavornay und Bavois, in denen zahlreiche Fundstücke daran erinnern, dass sie einst von den Römern besiedelt waren. Einige Radkilometer weiter, im malerischen Örtchen La Sarraz, lohnt sich eine etwas längere Pause, um das ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert stammende Schloss, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist, einige stattliche Bürger- und Patrizierhäuser des 18./19. Jahrhunderts, das Pferdemuseum mit angegliederter Schmiedewerkstatt sowie das sehenswerte Grabmal Franz I. von Sarraz in der Kapelle Saint-Antoine zu besichtigen. Und für alle Naturfreunde bietet sich ein kleiner Abstecher zum idyllisch in einem Felsenkessel gelegenen Wasserfall "La Tine de Conflens" an, in dem sich die Veyron und die Venoge vereinigen. Nachdem Sie bei Éclepens den imposanten Felsriegel des Mormont passiert haben, der die Wasserscheide zwischen der Rhône und dem Rhein bildet, verlassen Sie die Plaine de l'Orbe und tauchen stattdessen ins von Burgen gesäumte, etwas hügelige Tal der Venoge ein, in dem sich mit etwas Glück auch Biber beobachten lassen. Das putzig anmutende, größte Nagetier Europas wurde anfangs des 19. Jahrhunderts wegen seines wunderbar weichen Fells in der Schweiz nahezu ausgerottet, ist aber dank einiger großer Wiederansiedlungsprojekte seit den 1970-er Jahren wieder in der Venoge heimisch und fühlt sich dort pudelwohl. Leider sind die überwiegend nachtaktiven Tiere tagsüber nur schwer zu Gesicht zu bekommen, aber es lohnt sich auch, nach ihren unverkennbaren Fraßspuren, den charakteristischen Dämmen und den auffälligen Biberburgen Ausschau zu halten, in denen sie den Tag verschlafen. In kultureller Hinsicht sind auf dem weiteren Weg zum Genfersee vor allem die Pfarrkirche von Cossonay Gare mit ihren aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammenden Fresken, das auf eine Johanniterkomturei zurückgehende Schloss von Crausaz und die Kirche sowie das Herrenhaus von Saint-Sulpice sehenswert. Das am nördlichen Ufer des Genfersees gelegene Städtchen Morges, in dem 1961 gewissermaßen der WWF (World Wide Fund for Nature) "geboren" wurde, lockt vor allem mit seiner malerischen Altstadt, dem Schloss, dem spätgotischen Rathaus mit seinem sechseckigen Treppenturm sowie der breiten Uferpromenade. Und in Lausanne, dem auf drei Hügeln gelegenen zweitgrößten Wirtschaftszentrum der Schweiz, in dem u.a. das Internationale Olympische Komitee seinen Sitz hat, lohnt sich in erster Linie ein Besuch der mittelalterlichen Altstadt und hier ganz besonders ein Bummel durch das einstige Marktviertel "Quartier de la Palud", in dem sich beispielsweise das aus dem 17. Jahrhundert stammende Rathaus mit seiner eindrucksvollen Fassade und dem Glockenturm befindet. Aber auch die gotische Kathedrale Notre-Dame und die vielen außerhalb des Stadtzentrums gelegenen prächtigen Schlösser und Herrensitze möchten ausgiebig bewundert werden, bevor Sie sich ein letztes Mal an den Köstlichkeiten des Waadtlandes gütlich tun und beispielsweise den "Papet vaudois", einen Laucheintopf mit Waadtländer Rohwurst, genießen und dazu einen guten regionalen Wein trinken.               

10. Tag: individuelle Abreise von Lausanne (Morges)
Nach dem Frühstück endet Ihre Radreise. Auf Wunsch transportieren wir Sie per Kleinbus zum Ausgangsort zurück.


Reisebeschreibung Variante Romanshorn - Münchwilen - Regensdorf - Aarau - Solothurn - Neuchâtel - Yverdon-les-Bains - Lausanne 9 Tage / 8 Nächte, 385 km (Kategorie Top Class)

1. Tag: Anreise nach Romanshorn
2. Tag: Romanshorn - Münchwilen,
ca.43 km
3. Tag: Münchwilen - Regensdorf, ca. 65 km
4. Tag: Regensdorf - Aarau, ca. 50 km
5. Tag: Aarau - Solothurn, ca. 55 km
6. Tag: Solothurn - Neuchâtel, ca. 65 km
7. Tag: Neuchâtel - Yverdon-les-Bains, ca. 55 km
8. Tag: Yverdon-les-Bains - Lausanne, ca. 52 km
9. Tag: Rückreise


Reisebeschreibung Variante Regensdorf - Aarau - Solothurn - Biel - Murten - Yverdon-les-Bains - Lausanne 8 Tage / 7 Nächte, 311 km (Kategorie Standard Hotel) 

1. Tag: Anreise nach Regensdorf
2. Tag: Regensdorf - Aarau,
ca. 52 km
3. Tag: Aarau - Solothurn, ca. 53 km
4. Tag: Solothurn - Biel, ca. 52 km
5. Tag: Biel - Murten, ca. 48 km
6. Tag: Murten - Yverdon-les-Bains, ca. 52 km
7. Tag: Yverdon-les-Bains - Lausanne, ca. 54 km
8. Tag: Rückreise


Reisebeschreibung Variante Regensdorf - Brugg - Aarwangen - Biel - Murten/Avenches - Yvonand - Yverdon-les-Bains /Lausanne 8 Tage / 7 Nächte, 248-300 km (Kategorie Gasthof) 

1. Tag: Anreise nach Regensdorf
2. Tag: Regensdorf - Brugg,
ca. 30 km
3. Tag: Brugg - Aarwangen, ca. 63 km
4. Tag: Aarwangen - Biel, ca. 52 km
5. Tag: Biel - Murten/Avenches, ca. 48 km
6. Tag: Murten/Avenches - Yvonand, ca. 43 km
7. Tag: Yvonand - Yverdon-les-Bains/Lausanne, ca. 12-64 km
8. Tag: Rückreise


Reisebeschreibung Variante Regensdorf - Brugg - Solothurn - Biel/Nidau - Avenches - Yverdon-les-Bains  - Lausanne 8 Tage / 7 Nächte, 271 km (Kategorie Hostel) 

1. Tag: Anreise nach Regensdorf
2. Tag: Regensdorf – Brugg,
ca. 30 km
3. Tag: Brugg – Solothurn, ca. 76 km
4. Tag: Solothurn – Biel/Nidau, ca. 31 km
5. Tag: Biel/Nidau – Avenches, ca. 49 km
6. Tag: Avenches – Yverdon-les-Bains, ca. 32 km
7. Tag: Yverdon-les-Bains – Lausanne, ca. 53 km
8. Tag: Rückreise
Reisebeschreibung Variante Romanshorn - Winterthur (Turbenthal) - Aarau - Biel - Yverdon-les-Bains  - Lausanne (Morges) 7 Tage / 6 Nächte, 394 km (Kategorie Standard Hotel) 

1. Tag: Anreise nach Romanshorn
2. Tag: Romanshorn – Winterthur (Turbenthal), ca. 70 (54) km
3. Tag: Winterthur (Turbenthal) – Aarau, ca. 88 (98) km
4. Tag: Aarau – Biel, ca. 92 km
5. Tag: Biel – Yverdon-les-Bains, ca. 91 km
6. Tag: Yverdon-les-Bains - Lausanne (Morges), ca. 53 km
7. Tag: Rückreise


Reisebeschreibung Familienangebot Regensdorf - Birmenstorf - Hunzenschwil - Aarwangen - Solothurn - Biel - Murten - Gletterens - Yvonand 10 Tage / 9 Nächte, 231 km (Kategorie gemischte Familienunterkünfte (Hostel/Tipi (= eigenes Zelt), Gasthof, Standard Hotel, schlaf-im-Stroh) 

1. Tag: Anreise nach Regensdorf
2. Tag: Regensdorf – Birmenstorf,
ca. 24 km
Familienattraktionen an der Strecke: Schweizer Kindermuseum und Thermalbad in Baden
3. Tag: Birmenstorf – Hunzenschwil, ca. 21 km
Familienattraktionen an der Strecke: Vindonissa-Museum, Industriekulturpfad Limmat, Schweizer Wasserschloss, Baumschulbahn Schinznach, Schloss Lenzburg
4. Tag: Hunzenschwil – Aarwangen, ca. 41 km
Familienattraktionen an der Strecke: Schloss Habsburg, Naturama Aarau, Bally-Park Schönenwerd, Naturmuseum Olten, Aarwangen - eine Radtour auf der Aare 
5. Tag: Aarwangen - Solothurn, ca. 21 km
Familienattraktionen an der Strecke: die verschiedenen Kirchen und der Zeitglockenturm in Solothurn, Einsiedelei Veranaschlucht 
6. Tag: Solothurn – Biel, ca. 30 km
Familienattraktionen an der Strecke: Storchensiedlung Altreu, Velodrome in Grenchen
7. Tag: Biel – Murten, ca. 48 km
Familienattraktionen an der Strecke: Petersinsel im Bielersee, Murten 
8. Tag: Murten - Gletterens, ca. 22 km
 Familienattraktionen an der Strecke: Pfahlbaudorf Gletterens
9. Tag: Gletterens - Yvonand, ca. 24 km
Familienattraktionen an der Strecke: zahlreiche Wassersportmöglichkeiten in Estavayer-le-Lac 
10. Tag: Rückreise

 

Mittelland-Route

Termine:
Tägl. Reisebeginn 15. April – 15. Oktober

Leistungen:
 Anzahl Übernachtungen mit Frühstück in Zimmern der gebuchten Kategorie, 
 Hotelzimmer mit  Du/WC oder Bad/WC 
 Top Class Hotel : mehrheitlich 4-Sterne Hotels (in ausgewählten Etappenorten)
 Standard Hotel: ausgewählte Mittelklassehotels
 Gasthof: ortstypische, meist ländliche Restaurants und Hotels mit gepflegten Komfortzimmern mit Bad oder Du/WC (in ausgewählten Etappenorten)
 Hostel: Mehrbettzimmer in Hotels, Hostels, B&B, Jugendherbergen, Agrotourismus u. ä. (in ausgewählten Etappenorten)
 Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft
 je Zimmer 1x Kartenmaterial und Routenbeschreibung 
 7 Tage Service-Hotline

Leihräder:
Es sind erhältlich (bei Buchung bitte angeben):
 Tourenräder (21 Gänge, Damen- und Herrenrahmen) 
 Tourenrad Top Class
 Komfortrad 8-Gang mit Nabenschaltung
 MTB
 Elektrorad Flyer
 Rennräder
Fotos der Leihräder

Anreise:
Nachdem es in der Schweiz oft sehr problematisch ist, eine günstige Dauerparkmöglichkeit zu finden, können Sie unseren Allround-Service in Anspruch nehmen. Sie werden dann entweder an Ihrem Anreiseflughafen persönlich begrüßt oder erhalten bei Pkw-Anreise einen reservierten Dauerparkplatz in Zürich/Regensdorf. Außerdem sind im Preis auch verschiedene Transfers sowie 2 Zusatzübernachtungen zu Beginn und Ende der Tour enthalten. Weitere Details zum Allround-Service finden Sie unter Preise & Varianten.

Rücktransfer:
zum Ausgangsort per Kleinbus:
pro Person 110.- CHF, Rad 25.- CHF (ab 2 Personen, bei nur einer Person jeweils doppelter Preis)

Extras:
Wenn an Start- und/oder Zielort keine Übernachtung gebucht wird, fallen am ersten und/oder letzten Tag Gebühren für die Aufbewahrung des Gepäcks von bis zu 10 CHF bzw. ca. 8  € pro Gepäckstück an, die direkt vor Ort zu entrichten sind.

Zusatznächte:
sind in jedem Übernachtungsort möglich


Sackmann Fahrradreisen   Raichbergstraße 1, 72622 Nürtingen, Deutschland

Tel. +49-(0) 70 22-2 44 55 8, sackmann-fahrradreisen.de, info@guido-sackmann.de