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Auf dem Mosel-Radweg von Trier nach Koblenz

Der Mosel Radweg von Trier nach Koblenz als individuelle Fahrradreise

Das Tal der Mosel gehört zu den wohl bekanntesten deutschen Flusstälern und ist für viele der Inbegriff von Idylle und Romantik. Zahlreiche historische Gebäude und Paläste erzählen noch heute davon, dass schon die Römer das milde Klima des Moseltals zu schätzen wussten, und um die hoch oben auf den steilen Hängen thronenden Burg(ruin)en rankt sich so manches Geheimnis, das es zu ergründen gilt. Daneben erwarten Sie im Verlauf dieser etwa 200 km langen Reise immer wieder schmucke, in eine eindrucksvolle Landschaft eingebettete Winzerdörfer, die mit ihren gemütlichen Fachwerkhäusern zum Verweilen einladen. Und natürlich locken unterwegs oder am Etappenziel auch zahlreiche berühmte Weine, die in ihrer gesamten Vielfalt probiert werden wollen. Alles in allem stellt eine Radreise auf dem Moselradweg also ein unvergessliches Erlebnis dar, das Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten! 
 

    Wunderschöner Radweg zwischen Mosel und Weinbergen
bewertet am 20.12.2016 von E. & I.

Eine sehr gut organisierte Fahrradreise, gute Fahrräder, Gepäcktransport einwandfrei, kurz gesagt: einfach toll und empfehlenswert! 

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Großteils verläuft der Moselradweg auf befestigten und asphaltierten Straßen und Radwegen. Dabei sind nur einige wenige kurze Passagen die etwas mehr Verkehr aufweisen. Der Moselradweg ist durchgehend und ausgezeichnet beschildert. Eine insgesamt sehr einfache Radreise die auch ideal für Familien mit Kindern geeignet ist und keine entsprechende Kondition verlangt. Gesamtlänge: ca. 200 Radkilometer

 

 

Reisebeschreibung für die 9-Tage Variante:
1. Tag: Trier

Individuelle Anreise. Ihre Fahrräder stehen in der gebuchten Unterkunft zur Übernahme bereit.
Nachdem Trier als die älteste Stadt Deutschlands gilt und über zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen verfügt, lohnt es sich unbedingt, so früh wie möglich anzureisen, um noch genügend Zeit für eine ausgiebige Stadtbesichtigung zu haben. Vor allem die vielen römischen Baudenkmäler, zu denen beispielsweise die Porta Nigra und die Ruinen verschiedener Badeanlagen gehören, sind ein Muss. Und auch den ältesten Dom Deutschlands sollten Sie sich nicht entgehen lassen.    

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Im Zentrum der von den Römern im Jahre 16 v. Chr. als ‚Augusta Treverorum‘ gegründeten Stadt befindet sich unter anderem das wohl bekannteste Wahrzeichen Triers – die ‚Porta Nigra‘ (dt. ‚Schwarzes Tor‘), die von den Römern im Jahre 180 n. Chr. als nördliches Stadttor erbaut wurde und als besterhaltenes römisches Stadttor Deutschlands gilt. Der heute untrennbar mit der Stadt Trier verbundene Name stammt allerdings nicht aus der Römerzeit, sondern hat seinen Ursprung im Mittelalter, in dem auch die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung ‚Porta Mars‘ (dt. ‚Marstor‘) entstand. Die Porta Nigra ist aber bei weitem nicht das einzige Relikt aus der römischen Vergangenheit Triers; auch das Amphitheater, die Ruinen der verschiedenen römischen Badeanlagen (Kaiser-, Barbara- und Viehmarktthermen), die ebenfalls als Stadttor erbaute ‚Porta Alba‘ (dt. ‚Weißes Tor‘) und die Konstantinbasilika gehören zu den zahlreichen Zeugnissen, die an die glorreiche Zeit der Römer erinnern. Der älteste Dom Deutschlands, der Trierer Dom St. Peter, in dem seit 1196 (mit einigen längeren Unterbrechungen) der Heilige Rock aufbewahrt wird, stammt dagegen genauso wie die Liebfrauenkirche, der Hauptmarkt, das frühgotische Dreikönigenhaus und die Benediktinerabtei St. Matthias mit dem einzigen Apostelgrab Deutschlands aus dem Mittelalter. Noch jünger sind das im 17. Jahrhundert angelegte Kurfürstliche Palais, die diversen Jugendstilhäuser in der Fleisch-, Nagel- und Neustraße und die ab 1859 zu Ehren der Muttergottes errichtete Mariensäule. Wer sich nun für das eine oder andere Zeitalter besonders interessiert und/oder nähere Einblicke in die Geschichte Triers haben möchte, kann sich in einem der zahlreichen Trierer Museen umfassend informieren. Einen guten Überblick über die Lebensumstände zur Römerzeit bietet z. B. das Rheinische Landesmuseum, in dem unter anderem antike Fundstücke und Mosaikfußböden bestaunt werden können. Über die gesamte Trierer Stadtgeschichte informiert das Stadtmuseum Simeonstift, und kirchlich interessierte Personen sind im Museum am Dom (dem früheren Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum) gut aufgehoben, in dem beispielsweise unter dem Dom gefundene Deckenmalereien aus der Römerzeit und weitere kirchliche Kunstwerke sowie verschiedene Gewänder, Geräte und weitere Exponate aus der Kirchengeschichte ausgestellt sind. Ebenfalls interessant ist ein Besuch im Karl-Marx-Haus, in dem der bekannte Ökonom 1818 geboren wurde und das heute ein Museum über Leben und Werk von Karl Marx beherbergt. Für Familien mit Kindern lohnt sich besonders ein Besuch im Spielzeugmuseum, in dem unter anderem Blechspielzeug, Eisenbahnen, Puppen, Teddys und Schaukelpferde gezeigt werden. Naturfreunden sei ein Besuch im FFH-Gebiet ‚Mattheiser Wald‘, bei den Wasserfällen des Gillen- bzw. des Sirzenicher Bachs, im Palastgarten des Kurfürstlichen Palais und im Wildgehege im Weisshauswald empfohlen. Und Weinliebhaber sollten sich einen Spaziergang auf dem Weinlehrpfad, der ‚Sehenswertes und Merkwürdiges vom Anbau und Leben des Weinstocks‘ vermitteln soll, nicht entgehen lassen.

 

Weniger…

2. Tag: Trier – Mehring, ca. 22 km
Bevor Sie (hoffentlich) gut ausgeruht auf die nächste Radetappe starten, sollten Sie sich ggf. noch etwas Zeit nehmen, um eine Stadtführung in Trier mitzumachen oder sich auf eigene Faust all das anzuschauen, was am Vorabend aus zeitlichen Gründen „auf der Strecke bleiben musste“. Sind Sie dann bereit zum Abschied nehmen, haben Sie wiederum die Wahl, ob Sie die folgenden Radkilometer lieber auf der rechten oder auf der linken Moselseite zurücklegen möchten. Eine Übersicht der Höhepunkte beider Streckenverläufe erhalten Sie, wenn Sie auf 'mehr' klicken.

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linkes Moselufer:
Wenn Sie sich dafür entscheiden, auf der linken Moselseite weiterzuradeln, erreichen Sie zunächst das Örtchen Pfalzel, das mit seinen historischen Häusern, die eine Vielzahl von verschiedenen Baustilen widerspiegeln, zu begeistern weiß und Sie bei einem kleinen Bummel sicher in seinen Bann ziehen wird.
Wenn Sie den Mosel-Radweg noch vor Ehrang verlassen und den Schildern in Richtung Kordel folgen, können Sie auf dem Kylltal-Radweg einen etwa 9 km langen Ausflug zur Burg Ramstein machen, die anfangs des 14. Jahrhunderts vom Trierer Erzbischof errichtet und 1689, im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges, zerstört wurde. Im wiederaufgebauten Hofhaus der Burg befindet sich heute ein Hotel-Restaurant, in dem man bei guter Aussicht so manches Gläschen Moselwein genießen kann.
Wieder zurück auf dem Moselradweg geht es über Ehrang weiter nach Schweich. Die am Meulenwald (= Mühlenwald) gelegene, 721 erstmals urkundlich erwähnte Stadt Schweich hieß ursprünglich ‚Soiacum‘ und gehörte lange Zeit zu den wichtigsten Fährübergängen zwischen Trier und Koblenz. Davon zeugt noch heute der Alte Fährturm am Campingplatz und beim Bootshafen, der gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Molitorsmühle am Föhrenbach (eine mittlerweile stillgelegte Wassermühle), das früher zum Kloster Prüm gehörende Hofgut Niederprümer Hof, in dem heute ein Kulturzentrum untergebracht ist, die Martinskirche und die ehemaligen Eisenerzgruben ‚Schweicher Morgenstern‘ und ‚Brunnen Morgenstern‘.
Nachdem Sie Schweich hinter sich gelassen haben, folgen Sie dem Mosel-Radweg durch Longen nach Mehring.

rechtes Moselufer 
Die Verbandsgemeinde Ruwer, in der insgesamt 20 Gemeinden zusammengefasst wurden, ist für den Anbau von Riesling bekannt und liegt zu Füßen des Osburger Hochwaldes am Eingang ins Ruwertal. Die hier in die Mosel mündende Ruwer ist deren größter Nebenfluss und war von 1989 bis 2004 Bestandteil des Gewässerrandstreifenprogramms des Bundesumweltministeriums, in dessen Rahmen das Gewässersystem der Ruwer und ihrer Nebenbäche zu einer weitgehend naturnahen Gewässer- und Auenlandschaft entwickelt werden sollte. Als Resultat dieses Programms beherbergt die Ruwer heute einige streng geschützte Tierarten wie z. B. die Wasseramsel, den Eisvogel, den Großen Schillerfalter und die Mühlkoppe. An ihrem Ufer führt der Ruwer-Hochwald-Radweg entlang, der der historischen Eisenbahnstrecke der Ruwer-Hochwald-Bahn von Ruwer nach Hermeskeil folgt und sich durch weinbewachsene Schieferhänge und an großen Waldflächen vorbei schlängelt.

[Ausflug auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg zur Burgruine Sommerau und/oder der Riveris-Talsperre, ca. 27 km:
Wer gerne auf alten Bahntrassen radelt und etwas mehr Zeit mitbringt, sollte eine Zusatznacht in Trier buchen und noch vor Beginn der eigentlichen Radreise einen Abstecher auf den insgesamt 48 km langen Ruwer-Hochwald-Radweg unternehmen, der u. a. an der Burgruine Sommerau und der Riveris-Talsperre vorbeiführt. 
 Von Ruwer aus führt der Ruwer-Hochwald-Radweg zunächst ins ebenfalls zur Verbandsgemeinde Ruwer gehörige Kasel. Die im moselfränkischen Dialekt gerne auch als ‚Kosel‘ bezeichnete Ortsgemeinde liegt inmitten steiler Weinberge und ist der wohl bekannteste Weinort im Ruwertal. Weinfreunde und –kenner sollten hier deshalb unbedingt einen kleinen Stopp einlegen und sich den ein oder anderen Riesling (wie z. B. den ‚Kaseler Kehrnagel‘, den ‚Kaseler Herrenberg‘ und das ‚Kaseler Nies’chen‘) schmecken lassen – beispielsweise auf dem Dominikaner-Weingut C. von Nell-Breuning, zu dem auch die älteste Sektmanufaktur im Ruwertal gehört, oder in der Weinmanufaktur Kasel eG. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt vor allem die Pfarrkirche St. Nikolaus, die neben einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden, barocken Tabernakelaltar die älteste Weihnachtskrippe des unteren Ruwertals und eine lebensgroße, aus Holz geschnitzte Christkindfigur beherbergt. Aber auch die Lourdeskapelle und der direkt neben dem Weingut von Nell gelegene als Pauliner Hof, der ursprünglich als Gutshof zum ehemaligen Kloster St. Paulin gehörte und in dem heute ein Landgasthaus untergebracht ist, lohnen einen Besuch.
Nachdem sie Kasel hinter sich gelassen haben, folgen Sie dem Ruwer-Hochwald-Radweg nach Waldrach, das im Moselfränkischen auch ‚Waldrisch‘ genannt wird und ebenfalls Bestandteil der Verbandsgemeinde Ruwer ist. Am unmittelbar am Ruwer-Hochwald-Radweg gelegenen Waldracher Bahnhof befinden sich freigelegte Ruinen der im 2. Jahrhundert erbauten römischen Ruwerwasserleitung, mit der die Römer ihr Trinkwasser aus der Ruwer nach Trier leiteten. Eine Rekonstruktion des Aquäduktes wurde an der oberhalb des Ortes vorbeiführenden ‚Straße der Römer‘ angelegt. Ebenfalls sehenswert ist ein südöstlich des Ortes gelegenes spätklassizistisches Weinbergportal. Am Ortsende, beim Kreisverkehr, können Sie sich entweder links halten und dem Ruwer-Hochtal-Radweg weiter zur Ruine Sommerau folgen oder nach rechts in Richtung Morscheid abbiegen und zur Riveris-Talsperre weiterfahren.
Die Ortsgemeinde Sommerau zählte im Jahr 2015 insgesamt 73 Einwohner und ist damit die kleinste Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Ruwer. Über dem Ort thront auf einem Felsrücken die manchmal auch als ‚Schloss Sommerau‘ bezeichnete Burgruine Sommerau, die im 13. Jahrhundert von Rittern des Trierer Adelsgeschlechts „von der Brücke“ angelegt wurde und später durch zahlreiche Hände ging, die Burg und Ort ihre jeweils ganz verschiedenen Stempel aufdrückten. Leider wurde die Anlage im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt, sodass heute nur noch einige Reste von Wohnhaus und Bergfried erhalten geblieben sind, die zwischen 1979 und 1980 umfassend saniert wurden. Überdauert hat dagegen der Sommerauer Wasserfall, der sich unterhalb der Burgruine in die Tiefe ergießt und die heute noch zu besichtigende Mahlmühle betreibt. Im aus dem Jahr 1898 stammenden Kelterhaus, das 2010 renoviert wurde, befindet sich heute das Weingut und Restaurant ‚Bad Sommerau‘, in dem beispielsweise die Weinlage des ‚Sommerauer Schlossbergs‘ verkostet werden kann.
In der entgegengesetzten Richtung zu Sommerau, zwischen Riveris und Osburg, liegt die ab 1954 angelegte Riveris-Talsperre. Das insgesamt 5 Millionen Kubikmeter fassende Staubecken entstand durch den Bau eines 50 m hohen Staudamms und versorgt heute die Stadt Trier sowie die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Ruwer mit Trinkwasser, das aufgrund des natürlichen Gefälles zwischen dem Stausee und der Stadt quasi von selbst nach Trier fließt. Um die Riveris-Talsperre herum führt ein insgesamt 7,9 km langer Rundweg, der zu einem besinnlichen Spaziergang durch idyllische Mischwälder einlädt und immer wieder traumhafte Ausblicke auf den stillen See bietet. Etwa 1,5 km von der Talsperre entfernt liegt der gleichnamige Ort mit seinen 355 Einwohnern und der sehenswerten Kapelle, die einen aus dem 18. Jahrhundert stammenden barocken Hochaltar mit Drehtabernakel und zwei jeweils fast 90 cm große Heiligenstatuen enthält.
Nach dem Abschluss Ihres kleinen Ausflugs ins Ruwertal gelangen Sie auf derselben Strecke, die Sie auch gekommen sind, wieder zurück nach Ruwer und zum Mosel-Radweg.]

Von Ruwer aus führt der Mosel-Radweg weiter nach Kenn, das bereits zur Verbandsgemeinde Schweich gehört und das Tor zur Römischen Weinstraße bildet. Der Ortsname leitet sich vom lateinischen Begriff ‚canna‘ für ‚Schilfrohr ab.  Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört vor allem das in einem alten Bauernhaus untergebrachte Heimatmuseum, in dem über 800 Ausstellungsstücke vom einfachen Leben der ländlichen Bevölkerung erzählen. Außerdem interessant sind das Hofgut der Reichsabtei St. Maximin, die Pfarrkirche St. Margaretha, Reste eines römischen Landgutes aus dem 2. Jahrhundert und das Steilufer der Kenner Ley, von dem aus man einen herrlichen Ausblick und bei gutem Wetter auch eine hervorragende Fernsicht hat. Für Naturfreunde lohnt sich darüber hinaus ein Besuch im direkt an der Mosel gelegenen Naturschutzgebiet ‚Kenner Flur‘.
Das ebenfalls zur Verbandsgemeinde Schweich gehörige Longuich verdankt seinen Namen der römischen Bezeichnung ‚Longus Vicus‘ (dt. ‚langes Dorf‘, ‚langes Viertel‘). Bekannt ist die Ortsgemeinde hauptsächlich für ihre im Ortskern gelegene Burg (‚Alte Burg‘ oder ‚Burg Longuich‘), die gegen Mitte des 14. Jahrhunderts von Ritter Platt von Longuich angelegt und später von der Abtei St. Maximin gekauft wurde, die sie großflächig veränderte und ihr damit das heutige Aussehen verlieh. Heute beherbergt das Gebäude das Weingut ‚Burgkeller‘, in dem nicht nur gegessen und übernachtet, sondern zu bestimmten Terminen sogar ritterlich getafelt werden kann. Darüber hinaus sind u. a. auch die Moselbrücke mit ihrem Zollhäuschen, die Ruinen einer römischen Wohnanlage und die Pfarrkirche St. Laurentius mit ihren aus dem 13. Jahrhundert stammenden Untergeschossen sehenswert. Weinliebhaber können sich als Lohn für die bereits erstrampelten Kilometer beispielsweise an den Weinlagen ‚Maximiner Herrenberg‘, ‚Herrenberg‘ und ‚Hirschlay‘ (allesamt aus der Großlage Probstberg) gütlich tun. Hierfür bieten sich neben dem Weingut in der Alten Burg auch zahlreiche weitere Weingüter an.

Weniger…

Ihr heutiger Übernachtungsort Mehring hat seinen Namen von einem Römer namens Marinus, der hier einst einen Gutshof namens ‚Mariniacum‘ besaß. Dieser Name wandelte sich im Lauf der Zeit über ‚Marningum‘ zum heute gebräuchlichen ‚Mehring‘. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört neben einer am rechten Moselufer gelegenen, rekonstruierten römischen Villa Rustica vor allem der Römische Qanat – eine Tunnelwasserleitung,  die im 2. oder 3. Jahrhundert die Wasserversorgung einer römischen Villa sicherstellte und heute die öffentlichen Brunnen speist. Weinkenner schätzen Mehring als Ursprungsort der Weinsorten ‚Mehringer Blattenberg‘, ‚Mehringer Goldkupp‘ und ‚Mehringer Zellerberg‘. Tun Sie sich also an einem oder mehreren Gläschen davon gütlich, während Sie den vergangenen Radtag Revue passieren lassen! 

3. Tag: Mehring – Piesport, ca. 25 km
Auch die heutige Etappe kann wieder auf beiden Seiten der Mosel zurückgelegt werden und führt Sie über Trittenheim und Deutschlands ältesten Weinort Neumagen-Dhron nach Piesport, das als größter Weinbauort im Weinanbaugebiet Mosel gilt und mit einer römischen Kelteranlage aus dem 3. Jahrhundert aufwarten kann.

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linkes Moselufer:
Kaum haben Sie Mehring hinter sich gelassen, erreichen Sie mit Klüsserath auch schon den nächsten Weinort. Zu Füßen des Weinanbaugebiets „Klüsserather Bruderschaft“ (in der Großlage St. Michael) liegt, eingebettet in das weite Moseltal und ungefähr in der Mitte zwischen Trier und Bernkastel-Kues, das Örtchen Klüsserath. Sehenswert sind die ehemalige, heute in Privatbesitz befindliche Wasserburg, die einstige Gerichtslinde, in der noch heute die alten Eisenringe verankert sind, an denen die Häftlinge festgemacht wurden, einige aus dem 17. Jahrhundert stammende Winzerhäuser, das aus dem 18. Jahrhundert stammende Weingut ‚Echternacher Hof‘ und das 2010 eröffnete ‚Haus der Krippen‘. Alle fünf Jahre finden hier die Klüsserather Passionsspiele statt – das nächste Mal im Jahr 2020. Jedes Jahr im August ist Klüsserath außerdem Schauplatz eines großen Weinfestes.
Tipp: Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Wanderung auf dem 12 km langen ‚Klüsserather Sagenweg‘. Er startet und endet am Parkplatz der Klüsserather Wetterstation (alternativ, wenn man bereits ist, etwa 2,5 km mehr zu gehen, auch an der Klüsserather Kirche) und bietet nicht nur traumhafte Ausblicke, sondern erweckt auch verschiedene Sagen und alte Geschichten wieder zum Leben. 
An der Innenseite einer engen Moselschleife, einem sogenannten Gleithang, liegt der Weinort Trittenheim, dessen Ursprünge auf das Jahr 893 zurückgehen. Der wohl berühmteste Sohn der Gemeinde ist der Historiker, Mathematiker und Naturwissenschaftler Johannes Zeller, der sich später in Johannes Trithemius umbenannte und als Abt der Benediktinerklöster von Sponheim und Würzburg wirkte. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die spätbarocke Pfarrkirche St. Clemens, die in den Weingärten gelegene Laurentiuskapelle mit dem zu ihr führenden Kreuzweg, mehrere Pestkreuze, der Hinkelstein ‚Eselstratt‘ am Galigsberg, das Standbild des Johannes Trithemius, der Alte Moselbahnhof und der Alte Brückenkopf mit Zollhäuschen. Bekannt ist Trittenheim außerdem für die Weinsorten ‚Trittenheimer Apotheke‘ und ‚Trittenheimer Altärchen‘, die beispielsweise auf dem Weingut von Hermann-Josef Clüsserath verkostet und käuflich erworben werden können. Die Bezeichnung ‚Trittenheimer Altärchen‘ geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf einen früheren Altaristen (einen Priester ohne eigene Gemeinde, der gegen Honorar an einem Altar predigte und auch unter dem Begriff ‚Frühmesser‘ bekannt war) zurück, der, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, mehrere Weinberge bewirtschaftete. Die ‚Trittenheimer Apotheke‘ verdankt ihren Namen vermutlich der falsch gedeuteten Abkürzung apt., die eigentlich für ‚abteilich‘ stehen sollte, von einigen aber als ‚Apotheke‘ (im Trittenheimer Dialekt ‚Apdikt‘) missinterpretiert wurde.
Nachdem Sie Trittenheim hinter sich gelassen haben, führt der Moselradweg Sie über Ferres in Ihr heutiges Etappenziel Piesport

rechte Moselseite:
Wenn Sie Mehring auf der rechten Moselseite verlassen haben, treffen Sie zunächst auf den ebenfalls zur Verbandsgemeinde Schweich gehörenden Ort Detzem. Benannt ist er nach seiner Position am zehnten Meilenstein (‚ad decem lapidem‘) entlang der römischen Fernstraße, die von Trier über Bingen nach Mainz führte. Eine Nachbildung des besagten Meilensteins kann noch heute im Zentrum des Dorfes besichtigt werden. Ebenfalls touristisch interessant sind die katholische Pfarrkirche St. Agritius mit ihrem aus dem 15. Jahrhundert stammenden spätbarocken Chor, ein Brunnenhäuschen aus dem 18. Jahrhundert und eine 9 m hohe Staustufe mit dazugehöriger Schleuse, an der mit ein wenig Glück die Durchschleusung eines Schiffes beobachtet werden kann. Ein lohnendes Ausflugsziel für Wanderer stellt der 23 m hohe Aussichtsturm im Detzemer Wald dar, von dem man bei guten Witterungsbedingungen einen Blick auf insgesamt fünf Moselbögen (= Fünf-Seen-Blick) hat. Berühmt ist Detzem außerdem für seine Weinlagen ‚Maximiner Klosterlay‘ und ‚Detzemer Würzgarten‘ sowie für das jedes Jahr am ersten Augustwochenende stattfindende Detzemer Rieslingfest mit großer öffentlicher Weinprobe.
Das an einer Moselschleife gelegene Thörnich ist ebenfalls eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Schweich und wird von der Mosel durchflossen. Zu den bekannten Weinlagen gehören der ‚Thörnicher Ritsch‘ (der Konrad Adenauer 1955 bei der Freilassung deutscher Kriegsgefangener aus russischer Gefangenschaft unterstützte), der ‚Thörnicher Enggass‘ und der ‚Thörnicher Schießlay‘. Sehenswert ist neben der gegen Ende des 18. Jahrhunderts erbauten katholischen Pfarrkirche St. Maternus mit ihren zwei Steinaltären auch ein an der Straße nach Köwerich gelegenes, etwa 4 Meter hohes Schaftkreuz aus rotem Sandstein, das die Jahreszahl 1615 trägt und dessen Sockel aus einem ehemaligen römischen Kelterstein besteht.
Köwerich, der Nachbarort von Thörnich entstand bereits im frühen Mittelalter und ist die Heimat der Vorfahren von Ludwig van Beethovens Mutter Maria-Magdalena Keverich. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört neben dem Wohnhaus der Ahnen Beethovens vor allem die St. Kunibert-Kirche mit ihren aus dem Dreißigjährigen Krieg stammenden Steinaltären. Außerdem befindet sich dort, wo die Gemarkungen von Köwerich, Klüsserath und Trittenheim zusammentreffen, ein großer, dachähnlich zulaufender Block aus Sandstein, in dessen unterem Teil sich ovale Vertiefungen befinden und der deshalb als keltischer Menhir angesehen wird. An Weinlagen hat der Ort den ‚Köwericher Held‘ und den ‚Köwericher Laurentiuslay‘ zu bieten, die in einem von mehreren Köwericher Weingütern verkostet werden können. Überregional bekannt ist das jeweils am zweiten Septemberwochenende stattfindende ‚Weinhöfefest‘, das von den Winzern in ihren Häusern ausgerichtet wird.
Der für seine der Großlage Sankt Michael entstammenden Weinlagen ‚Leiwener Klostergarten‘ und ‚Leiwener Laurentiuslay‘ bekannte Ort Leiwen liegt zu Füßen der Zummethöhe an einer Moselschleife und hat seinen Namen aller Wahrscheinlichkeit nach vom lateinischen ‚clivus‘ für ‚Abhang‘. Möglicherweise geht die Ortsbezeichnung jedoch auch auf Livia, die Frau von Kaiser Augustus, zurück, die hier, wie Ausgrabungen zeigten, eine prunkvolle Sommervilla besaß. Touristisch interessant sind vor allem das Fachwerkhaus des Zehnthofes vom Ende des 15. Jahrhunderts, das aus der Renaissancezeit stammende Gebäude des Kurtrierer Hofes, in dem sich heute ein Weingut befindet, der Weinbrunnen Leiwen, der Skulpturenpark Bohnengarten, die katholische Pfarrkirche St. Stefanus, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstand und die Euchariuskapelle, die heute ein Heimat- und Weinmuseum beherbergt. Für technisch Interessierte lohnt sich außerdem ein Besuch im Dhrontalkraftwerk, das seit 1913 besteht und noch immer funktioniert. Jedes dritte Augustwochenende ist Leiwen Schauplaltz eines großen Weinfestes, in dessen Rahmen die Leiwener Weinköniginnen und ihre zwei Prinzessinnen gekrönt werden und zu dem neben einem Festumzug auch eine öffentliche Weinprobe gehört. Das erste Septemberwochenende steht dagegen voll im Zeichen des ‚Weinlesestraßenfestes‘, bei dem nicht nur Weine, sondern auch moseltypische Speisen angeboten werden.
Von Leiwen aus führt der Mosel-Radweg weiter nach Neumagen-Dhron. Die bereits zur Verbandgemeinde Bernkastel-Kues gehörende Ortsgemeinde darf sich mit dem Titel ‚ältester Weinort Deutschlands‘ schmücken und verdankt ihren Namen den Kelten, denn ‚magos‘ steht für ‚Feld‘ und ‚noviios‘ für ‚neu‘, während sich der Namenszusatz ‚Dhron‘ vom gleichnamigen Flüsschen ableitet, das im Neumagener Ortsteil Dhron in die Mosel mündet. Der ebenfalls verbreitete Beiname ‚Rheinisches Pergamon‘ geht auf die zahlreichen archäologischen Funde zurück, die hier bei den Ausgrabungen eines römischen Kastells gemacht wurden. Eines der berühmtesten Fundstücke ist wohl das im Jahre 1878 gefundene steinerne ‚Neumagener Weinschiff', das einst das Grabmal eines römischen Weinhändlers aus dem dritten Jahrhundert zierte und sich heute im Rheinischen Landesmuseum-Trier befindet. Eine Kopie davon kann heute im Zentrum von Neumagen bestaunt werden, und seit Neuestem besteht auch die Möglichkeit, auf der originalgetreu nachgebauten Galeere ‚Stella Noviomagi‘ eine Weinschifffahrt auf der Mosel zu unternehmen. Ebenfalls sehenswert ist die in der Ortsmitte stehende Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt, die auf den Überresten der aus dem Jahr 1190 stammenden ersten Kirche von Neumagen errichtet wurde und wertvolle Statuen und Reliquienschreine sowie etliche prachtvolle Gewänder und eine aus dem Rokoko stammende Monstranz enthält. Darüber hinaus zählen u. a. der vom römischen Kaiser Caracalla errichtete Leugenstein aus dem Jahr 212, der die Entfernung nach Trier mit 15 gallischen Leugen (= 33,3 Kilometer) angibt, die aus dem 14. Jahrhundert stammende Peterskapelle, der Ausoniusgarten und die 1755 entstandene, oberhalb des Ortes in den Weinbergen gelegene Drei-Ärzte-Kapelle zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Ebenfalls in den Weinbergen, inmitten der Weinlage Rosengärtchen, befindet sich eine im 16. Jahrhundert erbaute Märtyrerkapelle mit Rosenbogen, zu der ein neu angelegter Radweg hinaufführt. Für Weinkenner ist Neumagen-Dhron das Paradies schlechthin, denn von hier stammen unter anderem der ‚Dhroner Hofberger‘, der ‚Dhroner Roterd‘, das ‚Neumagener Rosengärtchen‘, die ‚Neumagener Engelgrube‘ und der ‚Neumagener Laudamusberg‘. Wer eher historisch interessiert ist, sollte sich keinesfalls einen Spaziergang auf dem archäologischen Rundweg entgehen lassen, auf dem regelmäßig auch Führungen angeboten werden. Immer am vierten Septemberwochenende findet in Neumagen-Dhron das Weinstraßenfest „Römerstraße“ statt, bei dem in ganz besonderem Flair hervorragende Weine und viele weitere Köstlichkeiten probiert werden können.
Nun sind Sie nur noch etwa 5,5 Radkilometer von Ihrem heutigen Übernachtungsort Piesport entfernt.

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Das heutige Etappenziel Piesport liegt von Weinbergen, Wiesen und Wäldern umrahmt an einer Moselschleife. Der gemütliche Ort wird von der Mosel durchflossen und ist die Heimat von insgesamt zehn Weinen aus der Großlage St. Michael, zu denen u. a. das Piesporter Goldtröpfchen und das Piesporter Treppchen gehören, die beispielsweise auf dem Weingut Hain im Hotel-Restaurant ‚Piesporter Goldtröpfchen‘ verkostet werden können. Bevor Sie sich aber dem Wein zuwenden, bietet sich noch ein kleiner Rundgang durch den Ort an. Sehenswert sind beispielsweise die aus dem 18. Jahrhundert stammende Pfarrkirche St. Michael, die Allerheiligenkapelle in Müstert (das seinen Namen sehr wahrscheinlich vom lateinischen ‚monasterium‘ (=Kloster) hat), eine römische Kelteranlage, die an jedem zweiten Oktoberwochenende zum Zentrum des Römischen Kelterfestes wird und das 85 m hoch aus der Mosel aufragende Felsmassiv der Moselloreley.

4. Tag: Piesport – Zeltingen, ca. 25 km
Wenn Sie sich nach dem Frühstück für eine Weiterfahrt am linken Moselufer entscheiden, führt die Strecke über Minheim und Kesten. Am rechten Ufer des Flusses radeln Sie dagegen über Wintrich und Brauneberg. In Bernkastel-Kues angekommen, sollten Sie sich unbedingt Zeit nehmen, die zahlreichen kleinen Gassen und das beeindruckende bunte Fachwerk zu erkunden. Und selbstverständlich darf auch ein Gläschen des bekannten 'Bernkastler Doctor' nicht fehlen. Nach dem Abschied von Bernkastel-Kues haben Sie Ihr Tagespensum bald geschafft, denn Zeltingen ist nicht mehr weit. Die Entscheidung, ob Sie lieber rechts oder links der Mosel dorthin gelangen, liegt ganz bei Ihnen.

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linke Moselseite:
Wenn Sie sich für eine Weiterfahrt am linken Moselufer entschieden haben, erreichen Sie, nachdem Sie Piesport hinter sich gelassen haben, zunächst Minheim. Der stille, von blumengeschmückten Fachwerkhäusern geprägte Ort liegt von Weinbergen, Wäldern und Obstwiese umrahmt an einer Schleife der Mittelmosel und wird aufgrund dieser idyllischen Lage auch oft als ‚Sonneninsel Minheim‘ bezeichnet. Zu den Sehenswürdigkeiten des beschaulichen Winzerdorfes gehören neben dem vierachsigen Saalbau der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist vor allem mehrere schmucke Wohnhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Wer die bekannten Minheimer Weinlagen ‚Burglay‘, ‚Güntersberg‘, ‚Rosenberg‘ und ‚Kapellchen‘ probieren möchte, kann dies beispielsweise im Weingut Herrenhof oder auf dem Weingut Paul Könen tun.
Nicht weit entfernt von Minheim liegt Kesten, dessen Name auf die schon zu Zeiten der Römer hier angebauten Ess-Kastanien zurückgeht (‚Castanidum‘ = Kastanienhain). Mittlerweile lebt der Ort jedoch, wie so viele Gemeinden an der Mosel, vorwiegend vom Weinbau – davon zeugen besonders die über das Dorf verteilten alten Weinhöfe, zu denen z. B. der imposante, einst einem Kloster angegliederte Himmeroder Hof gehört. Neben zahlreichen alten Fachwerkhäusern aus verschiedenen Jahrhunderten und der prägnanten katholischen Pfarrkirche St. Georg mit ihrem schon von weitem sichtbaren weißen Turm ist besonders der von den Römern angelegte Sauer-/Mineralbrunnen ‚Sauerboor‘ sehenswert, aus dem angeblich schon der berühmte Feldherr und Diktator Gaius Julius Caesar getrunken hat. Und auf dem etwa acht Kilometer langen Napoleon-Wanderweg kann man auf den Spuren des vielleicht berühmtesten Franzosen wandern, der ebenfalls einmal hier übernachtet haben soll.
Zehn Radkilometer weiter flussabwärts liegt Bernkastel-Kues. Die Verbandgemeinde setzt sich aus den Stadtteilen Andel und Bernkastel (am rechten Moselufer) sowie Kues und Wehlen (am linken Moselufer) zusammen und gehört in Bezug auf ihre Fläche zu den größten Städten im mittleren Moseltal. Der Name der aus einem römischen Kastell entstandenen Stadt, die im 12. Jahrhundert als ‚Beronis castellum‘ bekannt war, geht auf den einstigen Trierer Propst Adalbero von Luxemburg zurück und bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie ‚Kastell des Bero‘. Die heutige Bezeichnung ergab sich durch den Zusammenschluss von Bernkastel mit dem Winzerdorf Kues im Jahre 1905. Auch rund um Bernkastel-Kues werden, wie überall an der Mosel, Weine produziert. Der bekannteste davon dürfte zweifelsohne der ‚Bernkastler Doctor‘ sein, nach dessen Genuss der Erzbischof und Kurfürst Boemund II. von einer schweren Krankheit genesen sein soll. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der von aus dem 17. Jahrhundert stammenden Giebelfachwerkhäusern eingerahmte mittelalterliche Marktplatz, das schmale Spitzhäuschen von 1416, der 1606 errichtete Michaelsbrunnen und das aus der Renaissance stammende Rathaus aus dem Jahre 1608. Auch die katholische Pfarrkirche St. Michael und St. Sebastian mit ihrem zuerst als Wehrturm genutzten Glockenturm und das Graacher Tor als einziges noch erhaltenes Stadttor lohnen einen Besuch. Ebenfalls bekannt ist das auch als ‚Cusanusstift‘ bezeichnete St. Nikolaus-Hospital, das Nikolaus von Kues (= Nikolaus Cusanus) im Jahre 1458 als Armenspital gründete und in dem bis heute ein Altenheim untergebracht ist. Hier entstand im Lauf der Zeit die berühmte Bibliothek mit einer einzigartigen Sammlung mittelalterlicher Handschriften, von denen sogar einige von Nikolaus von Kues selbst stammen. Darüber hinaus gesellte sich in der über 500-jährigen Geschichte der Anlage auch noch ein Weingut dazu. Architektonische Höhepunkte des Stifts sind zweifelsohne der historische Kreuzgang und die Kapelle, in der das Herz des Nikolaus von Kues beigesetzt wurde. Einen schönen Aussichtspunkt stellt die hoch über dem Ortsteil Bernkastel thronende Burgruine Landshut dar, die den Trierer Erzbischöfen als Sommerresidenz diente und 1692 einem Brand zum Opfer fiel. Immer am ersten Septemberwochenende wird in Bernkastel-Kues das ‚Weinfest der Mittelmosel‘ veranstaltet, das neben einem Umzug und einem Brillant-Feuerwerk natürlich auch die ganze Vielfalt der rund um Bernkastel-Kues gedeihenden Weine (z. B. ‚Bernkasteler Doctor‘, Bernkasteler Lay‘, ‚Bernkasteler Graben‘, ‚Bernkastel-Kueser Kardinalsberg‘,… etc.) zu bieten hat. Musikfreunde kommen beim jedes Jahr zwischen Mitte Juli und dem 3. Oktober stattfindenden ‚Mosel-Musikfestival‘ auf ihre Kosten.
(Möglicher Ausflug/Abstecher auf dem Maare-Mosel-Radweg: Für alle, die gerne auf stillgelegten Bahntrassen radeln, bietet sich eine Pause in Bernkastel-Kues an, um eine Fahrt auf dem 58 km Maare-Mosel-Radweg zu unternehmen. Dieser erstreckt sich zwischen Daun und Bernkastel-Kues und führt Sie, begleitet von herrlich blauen Maaren und grünen Weinbergen, über zwei Viadukte und durch vier lange Tunnel von den Bergen der Vulkaneifel an die Mosel. Unterwegs erwarten Sie zahlreiche architektonische, kulturelle und kulinarische Höhepunkte (z. B. verschiedene Burgen und Kirchen, eine Sommerrodelbahn, ein Vulkanmuseum, ein Wildpark, eine Ziegenkäserei und eine Glockengießerei). Da die Strecke von Bernkastel-Kues nach Daun etliche Steigungen (von durchschnittlich etwa 2,5 %) aufweist, besteht zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober jedes Jahres die Möglichkeit, sich bequem mitsamt Fahrrad von der Buslinie ‚RegioRadler‘ von Bernkastel nach Daun chauffieren zu lassen und den Rückweg nach Bernkastel-Kues ganz entspannt anzutreten.)
Wenn Sie sich dafür entscheiden, Bernkastel-Kues auf der linken Seite der Mosel zu verlassen, radeln Sie zunächst durch Wehlen. Dieser aus Naturschiefer- und Fachwerkhäusern bestehende Stadtteil von Bernkastel-Kues mit seinen romantisch verwinkelten Gassen liegt, umrahmt von Weinbergen und dem Naturschutzgebiet ‚Streuobstwiesen‘, direkt am Moselufer. Sehenswert ist die zwischen 1862 und 1867 aus Schieferbruchsteinen erbaute, neugotische Pfarrkirche St. Agatha mit ihren schönen Glasfenstern, die ihre Namensgeberin St. Agatha und den Heiligen Sebastian zeigen. Weltweite Berühmtheit erlangte Wehlen durch seine Weinlage ‚Wehlener Sonnenuhr‘, eine Rieslingsorte, die direkt vor Ort in einem Winzerhof, einer Straußwirtschaft oder einem Restaurant genossen werden kann. Die rings um den Ort gelegenen Weinberge laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein und bieten teilweise atemberaubende Panoramen. Und mit etwas Glück treffen Sie auch einen der Winzer und bekommen faszinierende Einblicke in die Arbeit der Weinbauern.
Nachdem Sie Wehlen hinter sich gelassen haben, sind es nur noch etwa drei Kilometer bis in Ihr heutiges, auf der rechten Moselseite gelegenes Etappenziel Zeltingen-Rachtig. Der schmucke, von prunkvollen herrschaftlichen Bauten aus verschiedenen Zeitaltern geprägte Weinort, der einst zu Kurköln gehörte und den Trierer Kurfürsten, die hier lediglich Seelsorge betreiben durften, damit wohl schwer auf der Seele gelegen haben dürfte, liegt zu Füßen steiler Weinberge an einer Innenschleife der Mosel. An die kurkölnische Vergangenheit erinnert noch heute das bei der St.-Stephanus-Kirche stehende kurkölnische Amtsgebäude, in dem dieser Tage der Pfarrer von Zeltingen-Rachtig untergebracht ist. Der Marktplatz mit seinen liebenswert anmutenden Fachwerkhäusern und der aus dem 15. Jahrhundert stammende Deutschherrenhof (der dem Deutschen Ritterorden als Sitz diente), lohnen ebenfalls einen Besuch. Und auch die etwas außerhalb des Ortes gelegene Ruine der Rosenburg (in der der heilige Kunibert, der später Erzbischof von Köln wurde, zur Welt kam) gehört zusammen mit der großen, vollständig erhaltenen Zeltinger Sonnenuhr zu den Sehenswürdigkeiten des Doppelortes. Zu den kulturellen Highlights von Zeltingen-Rachtig gehört zweifelsohne der sieben Kilometer lange Kultur-Rundweg „Von Kurköln zu den Deutschherren“, der durch beide Ortsteile und die Weinberge führt und anhand verschiedener Infotafeln über die Ortsgeschichte, die örtliche Kultur und den Weinbau informiert. Besonders für Naturliebhaber lohnt sich ein Besuch im Sortengarten, der auf stillgelegten Weinbauflächen angelegt wurde und an die 50 Beeren- und Obstsorten aus aller Welt beherbergt. Weinliebhabern seien die Weinlagen ‚Zeltinger Sonnenuhr‘, ‚Zeltinger Himmelreich‘, ‚Zeltinger Schlossberg‘ und ‚Zeltinger Deutschherrenberg‘ ans Herz gelegt, die selbstverständlich auf einem der ortsansässigen Weingüter oder im Rahmen der ‚Zeltinger Weinkirmes‘, die immer am ersten Sonntag nach dem 3. August stattfindet, probiert werden können. Im Juli jedes Jahres finden auf dem Marktplatz außerdem über mehrere Tage hinweg die Operetten-Festspiele Zeltingen-Rachtig statt, bei denen Einwohner des Ortes als Laienschauspieler die von Werner Stamm komponierte Operette zum Besten geben, die vom Winzerhandwerk, einer List gegenüber dem Kurfürsten zu Köln und einer Liebesgeschichte handelt.  

rechte Moselseite:
Auf der rechten Moselseite verlassen Sie Piesport durch dessen Ortsteil Niederemmel, der vor allem für den Fund eines prachtvollen, doppelwandigen Trinkgefäßes bekannt ist. Dieses sogenannte Diatretglas ist von einem durchbrochenen Glasnetz eingefasst und wird deshalb auch als ‚Netzbecher‘ bezeichnet. Das in Niederemmel entdeckte, etwa 18 cm hohe Exemplar wurde 1950 im Zuge von Ausschachtungsarbeiten in einem aus der Römerzeit stammenden Sarkophag aus Sandstein gefunden und ist außerordentlich gut erhalten. Bestaunt werden kann es im Rheinischen Landesmuseum in Trier. 
Die zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues zählende Ortsgemeinde Wintrich macht ihrem Namen alle Ehre, denn die keltisch-römische Kombination ‚vindriacum‘ heißt ins Deutsche übersetzt nichts anderes als ‚Winzerdorf‘. Und genau das ist das verwinkelte Wintrich mit seinen Fachwerkhäusern und alten Weingütern auch bis heute geblieben – vor allem die Lage ‚Großer Herrgott‘, dürfte Weinliebhabern in guter Erinnerung sein. Neben dem im Moseltal allgegenwärtigen Riesling werden hier außerdem auch in geringem Maße Burgunder, Kerner, Dornfelder und Rivaner angebaut. Schon von weit her ist das Wahrzeichen des Ortes, ein überdimensionales Kruzifix mitten in den Weinbergen, zu sehen, zumal es in der Nacht mit Flutlicht angestrahlt wird. Bekannt ist Wintrich außerdem für seine alle fünf Jahre stattfindenden Passionsspiele, die zum nächsten Mal im Jahre 2017 veranstaltet werden.
Die aus den Ortsteilen Brauneberg, Filzen und Hirzlei bestehende Ortsgemeinde Brauneberg gehört ebenfalls zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und kann auf eine fast 1500-jährige Geschichte zurückblicken, die schon früh vom Weinbau geprägt wurde. Dies geht so weit, dass der ursprünglich als ‚Dusemond‘ bekannte Ort sogar seinen heutigen Namen von der bekannten Weinlage Brauneberg bekam. Rund um die Gemeinde Brauneberg erstreckt sich die Großlage ‚Kurfürstlay‘, zu der die Einzellagen ‚Mandelgraben‘ (wegen der früher hier stehenden Mandelbäume), ‚Klostergarten‘ (nach dem Garten des Klosters der Franziskanerinnen im Ortsteil Filzen), ‚Juffer und Juffer Sonnenuhr‘ (‚Juffer‘ = moselfränkisch für ‚Jungfer‘ oder ‚Jungfrau‘) sowie ‚Kammer‘ gezählt werden. Rund um die Gemeinde erstrecken sich mehrere Kultur-, Wald- und Rebsortenpfade, die nicht nur informieren, sondern auch herrliche Ausblicke bieten. Ebenfalls touristisch interessant sind u. a. die Pfarrkirche St. Remigius, deren für die Mosel einzigartiger Zwiebelturm um 106 cm nach Westen geneigt ist und das ehemalige Kloster der Franziskanerinnen mit der katholischen Pfarrkirche St. Josef. Darüber hinaus lohnt sich auch ein Besuch beim im Jahre 1055 erbauten Andreasturm, dem ehemaligen Schulgebäude im Ortsteil Hirzlei, das 1955 zur Kapelle umgebaut wurde und zwei römischen Kelteranlagen, die 1990 bei Grabungsarbeiten entdeckt wurden und von denen eine zu den ältesten ihrer Art auf der Nordseite der Alpen gehört. Über das Jahr verteilt finden in Brauneberg insgesamt drei verschiedene Weinfeste statt: das Brauneberger Weinhöfefest im Juni, das Brauneberger Weinfest im Juli und das Wein-Straßenfest in der längsten Nussbaumallee des Moselgebiets,  bei dem sowohl die köstlichen Weine der Region als auch viele schmackhafte Gerichte rund um die Walnuss angeboten werden, im September.
Beim idyllisch zwischen Weinbergen, Wiesen und Wäldern eingebetteten Mülheim weitet sich das Moseltal und eröffnet einen herrlichen Blick auf flache Uferhänge und ehemalige Moselschleifen, die noch an den früheren Verlauf des stark vom Menschen geprägten Flusses erinnern. Der Geisberg, zu dessen Füßen sich Mülheim erstreckt, soll der einzige in ganz Europa sein, dessen Hänge komplett mit Wein bewachsen sind. Die Weinlage rund um Mülheim ist als ‚Sonnenlay‘ bekannt und trägt, nachdem der hier hergestellte Wein oft den Gästen von Zeppelin-Fahrten verabreicht wurde, auch den Beinamen ‚Zeppelin-Wein‘. Probieren kann man die verschiedenen Weine der Lage selbstverständlich auf einem der zahlreichen Weingüter. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehören vor allem die 1668 erbaute evangelische Pfarrkirche mit ihrem romanischen Turm, das architektonisch eindrucksvolle kurpfälzische Oberamtsgebäude von 1785, mehrere alte Patrizierhäuser und etliche schöne, alte Kellereien. Eine auch überregional bekannte Veranstaltung, die jährlich in Mülheim stattfindet, ist das auf den traditionellen Vieh- und Krammarkt zurückgehende Weinfest ‚Mülheimer Markt‘ im August.
Das gemütliche kleine Straßendorf Andel ist ein Stadtteil von Bernkastel-Kues und liegt etwa 3 km von diesem entfernt. Einer Sage gemäß wurde im hiesigen Bach gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges ein Schatz versteckt. Dieser konnte zwar nie gefunden werden, Fakt ist aber, dass auf der Gemarkung von Andel immer wieder vereinzelte, winzig kleine Goldfunde gemacht wurden. Daran erinnert bis heute die Bezeichnung ‚Andeler Goldschatz‘ für einen der hiesigen Weine, der (wie alle Weine der Gemarkung Andel) der Weinlage ‚Schlossberg‘ entstammt, die wiederum zur Großlage ‚Kurfürstlay‘ gehört. Ein weiteres Erinnerungsstück an die Zeit des Andeler ‚Goldfiebers‘ ist der Goldwäscherbrunnen von 1986. Neben ihm befindet sich eine kleine, evangelische Kapelle aus dem Jahre 1717, die über den Grundmauern einer abgerissenen, von Katholiken und Protestanten gemeinsam benutzten ‚Simultankirche‘ errichtet wurde. Der Turm dieser Vorgängerkirche hat bis heute überdauert und beherbergt unter seinem achtseitigen Helm zwei kostbare gotische Glocken, die noch aus dem 15. Jahrhundert stammen. Rund um das Dorf erstrecken sich zahlreiche Wanderwege durch die umliegenden Weinberge und Wälder und laden zur Erholung ein. Jedes Jahr am ersten Juliwochenende findet in Andel das Brunnen- und Weinfest statt, bei dem die Weine aus der hiesigen Weinlage verkostet werden können. Wer nicht so lange warten möchte bzw. aus zeitlichen Gründen nicht gerade zum Fest hier sein kann, kann dies selbstverständlich auch in den ortsansässigen Weingütern Keith, Roussel oder Bohn tun. 
In Bernkastel-Kues angekommen, bietet sich eine etwas längere Pause an, um ein Gläschen vom 'Bernkastler Doctor' zu genießen und sich den Ort ausgiebig anzuschauen. (Nähere Informationen zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten finden Sie oben bei der Streckenbeschreibung für die linke Moselseite.)
Etwa zwei Kilometer von Berkastel-Kues entfernt liegt der in eine herrliche, von Weinbergen geprägte Landschaft eingebettete Weinort Graach an der Mittelmosel. Das ca. 800 Einwohner zählende  Dorf lässt mit seinen prachtvollen Fachwerkhäusern, Weingütern und schmucken Winzerhäusern das Herz eines jeden Romantikers höher schlagen. Besonders der etwas oberhalb des Hauptortes am Hang gelegene Ortsteil ‚Schäferei‘ lockt mit herrlichen Ausblicken und ist Ausgangspunkt zahlreicher, rings um den Ort angelegter Wanderwege, zu denen der ‚Himmelreich-Wanderweg‘ und der ‚Graacher Schanzenweg‘ gehören. Letzterer führt an den eindrucksvollen Resten einer als ‚Graacher Schanzen‘ bekannten Verteidigungsanlage vorbei, die einst die preußischen und österreichischen Soldaten vor französischen Übergriffen bewahren sollte, aber aufgrund des vorzeitigen Kriegsendes nie fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde. Der ‚Himmelreich-Wanderweg‘ dagegen führt durch das Anbaugebiet der gleichnamigen Graacher Weinlage. Im Ort selbst sind vor allem die Pfarrkirche St. Simon und Judas, der einst zur Trierer St.-Matthias-Abtei gehörige Mattheiserhof und etliche schöne Fachwerkhäuser sehenswert. Für historisch interessierte Personen lohnt sich ein Besuch im örtlichen Heimatmuseum und/oder im Weinmuseum, in dem verschiedene alte Weinbaugeräte ausgestellt sind. An jedem dritten Septemberwochenende findet in Graach das Graacher Weinfest statt, bei dem alle Weinlagen des Ortes (‚Graacher Himmelreich‘, ‚Graacher Dompropst‘, ‚Graacher Josephshöfer‘ und ‚Graacher Abtsberg‘) probiert werden können. Wer nicht ganz so lange warten möchte, kann die guten Tropfen aber selbstverständlich auch in einem der vielen ortsansässigen Weingüter, z. B. auf dem etwas außerhalb des Ortes gelegenen Josephshof (der sehr wahrscheinlich auf ein römisches Weingut zurückgeht)im Weingut Willi Schäfer und/oder im Weingut Philipps-Eckstein, kosten.
Etwa 3,5 Kilometer weiter moselabwärts haben Sie dann mit Zeltingen-Rachtig Ihr heutiges Tagesziel erreicht. Genauere Informationen zum Ort und seinen Sehenswürdigkeiten finden Sie oben bei der Streckenbeschreibung für die linke Moselseite.

Weniger…

5. Tag: Zeltingen – Zell, ca. 35 km
Die heutige Etappe führt Sie zunächst durch das berühmte Weinbaugebiet „Kröver Nacktarsch“, über dessen Namensherkunft viel spekuliert wird, nach Traben-Trarbach, das mit einer Vielzahl von Jugendstil-Meisterwerken und weiteren Sehenswürdigkeiten aufwarten kann. Hier bietet sich eine Pause an, um die Stadt ausgiebig zu besichtigen und sich dabei von den bisherigen Strapazen des Radtages zu erholen. Begleitet von den Reben des Weinbaugebiets "Zeller Schwarze Katz", das seinen Namen tatsächlich einer schwarzen Katze verdankt, setzen Sie anschließend Ihren Weg nach Zell an der Mosel fort, wo Sie heute übernachten werden.

  Mehr…

linke Moselseite:
Wenn Sie die nächste Etappe auf der linken Moselseite fortsetzen möchten, treffen Sie, nachdem Sie die Mosel überquert haben, nach etwa 3,5 Radkilometern als erstes der inmitten von Weinbergen an einer Moselschleife gelegene Ort Ürzig, der ebenfalls zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues gehört. Im historischen Ortskern befinden sich neben der katholischen Pfarrkirche St. Maternus einige aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammende, teilweise aus Fachwerk bestehende Patrizierhäuser. Ebenfalls sehenswert ist die älteste Sonnenuhr an der Mosel, die an einem verfallenen Wachtturm in den Weinbergen angebracht ist. Der 2005 eingeweihte, als mediterraner Kräutergarten angelegte Ürziger Gewürzgarten beherbergt insgesamt etwa 10.000 Pflanzen aus mehr als 160 Sorten und verzaubert mit seinen betörenden Düften nach Gewürzen und (Wild-)Rosen die Sinne. An die drei Burgen, die einst von verschiedenen Rittergeschlechtern hier erbaut wurden, erinnert heute nur noch eine einzige Ruine. Die bekannteste Weinlage Ürzigs ist der ‚Ürziger Würzgarten‘, daneben wird hier auch noch der deutlich weniger bekannte ‚Ürziger Goldwingert‘ angebaut. Beide Sorten können in mehreren ortsansässigen Weingütern verkostet werden.
Etwa dreieinhalb Radkilometer weiter flussabwärts erreichen Sie das bereits zur Verbandsgemeinde Traben-Trarbach gehörende Kinheim. Hier endet der Mosel-Radweg, sodass die Fahrt in Ermangelung eines Radstreifens für kurze Zeit auf der Straße fortgesetzt werden muss, bevor kurz vor Ortsausgang auf der linken Seite ein neuer Radweg in Richtung Kröv beginnt. Das harmonisch in eine große Moselschleife eingebettete Kinheim liegt im ‚Wein- und Feriengebiet Mittelmosel-Kondelwald‘ und erwartet seine Besucher mit schönster Weindorf-Romantik. Alte Weinhöfe, verwinkelte Gässchen und viele Fachwerkhäuser verleihen dem Ort ein gemütliches Flair, das auch durch neu hinzugekommene Hotels und Weinstuben nicht im Mindesten beeinträchtigt wird. Touristisch interessant sind vor allem die im 13. Jahrhundert errichtete Kinheimer Burg, der aus dem Jahr 1774 stammende Echternacher Hof und die Pfarrkirche St. Martin aus dem Jahr 1827. Die Kinheimer Weine, die bei Weinproben in den verschiedenen Weinhöfen und Weinstuben probiert werden können, stammen aus den Lagen ‚Rosenberg‘, und ‚Hubertuslay‘. Die Lage ‚Römerhang‘ ist charakteristisch für den Ortsteil Kindel. Jedes Jahr zu Pfingsten findet in Kinheim das ‚Wein- und Frühlingsfest mit Oldtimertreffen‘ statt, am auf Christi Himmelfahrt folgenden Samstag steht traditionell die ‚Jungweinpräsentation‘ auf dem Programm und am jeweils vierten August-Wochenende wird das ‚Wein- und Straßenfest‘ gefeiert.
Weiter geht es nun ins zweieinhalb Kilometer weiter flussabwärts gelegene Kröv. Wer diesen Namen hört, denkt wohl zuallererst an die bekannte Weinlage ‚Kröver Nacktarsch‘. Die Herkunft dieses sich leicht einprägenden und unvergesslichen Namens ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die vielfältigen Deutungsversuche reichen vom lateinischen Begriff ‚nectarius‘ (keltisch: ‚nacka‘) für eine ‚felsige Höhe‘, die im Herbst ohne Laub schlicht nackt aussieht bis hin zu einem Kellermeister, der zwei Jungen den bloßen Allerwertesten versohlt haben soll, nachdem sie ein Fass seines Weins getrunken hatten. Besonders weit verbreitet ist die Geschichte eines angeblich geizigen Klostervogts, der den Weinbergarbeitern an den Tagen, an denen sie Trauben für sich selbst ernten durften, eine Arznei aus der klostereigenen Apotheke untergejubelt haben soll, die heftigen Durchfall verursachte und die Leute dadurch von der Arbeit abhielt. Ein besonders pfiffiger Arbeiter jedoch soll sich schlicht und einfach die Hose ausgezogen, das Hemd hochgebunden und weitergepflückt haben, während er sein dünnflüssiges Geschäft verrichtete. Auf den darauffolgenden Ausruf des Klostervogts: ‚Ei, über diesen Nacktarsch bin ich nicht Herr geworden!‘ ging dann der Legende zufolge der heute noch gebräuchliche Name des Weinanbaugebietes zurück. Doch das malerische Weindorf mit seinem schönen Ortskern und der bezaubernden Moselpromenade hat noch wesentlich mehr zu bieten als seine berühmte Weinlage. Vor allem die Ursprünglichkeit, die sich der Ort bis heute bewahrt hat, trägt wesentlich dazu bei, dass Kröv schon seit langem zu den beliebtesten Ferienorten an der Mosel gehört. Zu den Sehenswürdigkeiten, die Sie auf Wunsch auch in einer etwa 2-stündigen Ortsführung kennenlernen können, zählen in erster Linie das früher als Rathaus genutzte ‚Dreigiebelhaus‘ mit dem eindrucksvollen Fliehturm, die barocke Pfarrkirche St. Remigius, der prächtige (Wein-)Hof der grauen Schwestern (zu Trier) und das Burggebäude St. Josef, das den letzten Überrest einer aus dem Mittelalter stammenden Burg darstellt. Ebenfalls touristisch interessant sind das neue Rathaus mit einem Sgraffito von August Lebenstedt, das das Gebiet des ‚Cröver Reiches‘ zeigt und die Kesselstattkapelle, die von 1726 bis 1729 an der Position der ursprünglichen, 1725 abgerissenen St. Remigius-Kirche erbaut wurde. Für Weinliebhaber bietet sich außerdem eine Wanderung auf dem etwa 1,8 km langen Weinkulturweg an. Und wer es gerne romantisch hat, kann beispielsweise eine Wein- und Fackelwanderung zum Weingut Reinhold Christoffel Kövenig unternehmen.
Das nächste Highlight der heutigen Etappe ist Traben-Trarbach. Die in Bezug auf ihre Fläche größte Stadt im Bereich der Mittelmosel wird vom Flusslauf in die beiden Haupt-Stadtteile Traben und Trarbach getrennt. Am linken Flussufer, unterhalb der ehemaligen Festung Mont Royal, befindet sich Traben, Trarbach dagegen liegt, von steilen Bergen eingerahmt, am rechten Moselufer. Darüber hinaus gehören u. a. auch noch die Ortschaften Rißbach (links der Mosel) und Wolf (auf der rechten Seite des Flusses) zur Stadt, deren Name trotz des Pferdes in ihrem Wappen nichts mit der Gangart ‚Trab‘ zu tun hat. Vielmehr geht Trabens Ortsname auf die keltische Bezeichnung ‚Traven‘ zurück, die für eine kleine Siedlung stand. Zwar haben mehrere große Brände den überwiegenden Teil der mittelalterlichen Architektur zerstört, dennoch kann Traben-Trarbach mit etlichen bautechnischen Highlights aus verschiedenen Zeitaltern, hauptsächlich aber aus der ‚Belle Epoque‘ des Jugendstils, aufwarten. Sehenswert sind vor allem das als Wahrzeichen der Stadt geltende Brückentor, das vom Jugendstil-Architekten Bruno Möhring entworfen und 1899 erbaut wurde sowie die Festungsruine von Mont Royal, die während der Herrschaft Ludwigs XIV. entstand und auf Plänen seines Baumeisters Vauban beruht. Ebenfalls reizvoll ist ein Besuch bei der über dem Stadtteil Trarbach gelegenen Ruine der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Grevenburg, die über einen beim Brückentor beginnenden Wanderweg gut zu erreichen ist. Weitere touristische Höhepunkte stellen Jugendstil-Villen und -Häuser (z. B. die Villa Huesgen und die Villa Nollen) und das von Ferdinand Nebel entworfene Rathaus aus dem Jahre 1833 dar. Familien mit Kindern sollten sich einen Besuch im Kletterwald ‚Adventure Forest‘ nicht verpassen. Wer sich einen Überblick über die Geschichte des Moseltals verschaffen und mehr über die Festung Mont Royal sowie die Grevenburg wissen möchte, ist im Mittelmoselmuseum gut aufgehoben. Für religiös Interessierte bietet sich außerdem ein Besuch im Haus der Ikonen und/oder im Buddha-Museum an, das sich im Jugendstil-Gebäude der ehemaligen Weinkellerei Julius Kayser & Co. befindet. Und natürlich hat Traben-Trarbach, wie es sich für einen Ort an der Mosel gehört, auch etliche Weinsorten zu bieten, darunter beispielsweise den ‚Trarbacher Hühnerberg‘, das ‚Trarbacher Taubenhaus‘, den ‚Trabener Würzgarten‘ und den ‚Trabener Kräuterhaus‘. Zu deren Verkostung bietet sich ein Spaziergang auf der von einem Weingut zum anderen führenden Riesling-Route an, auf der Sie nebenbei auch umfassend zum Thema Weinanbau informiert werden. Oder Sie besuchen eines der im Herbst hier stattfindenden Weinfeste.
Das etwa 3 km nördlich von Traben-Trarbach gelegene Kövenig geht auf eine Moselfischer-Siedlung zurück und ist durch eine Personenfähre mit dem Nachbarort Enkirch am rechten Moselufer verbunden. Sehenswert ist vor allem die romantische und vielfältige Landschaft, die sich rings um den Ort erstreckt und sowohl karge, steile Felsen als auch herrlich grüne Weinberge und Uferböschungen umfasst. Jeweils im Juli findet hier das Wein- und Waldfest der Freiwilligen Feuerwehr statt.
Das viereinhalb Kilometer weiter direkt an der Mosel gelegene, schmucke Winzerdörfchen Reil erwartet seine Besucher mit romantischen, engen Gassen und urigen Fachwerkhäusern, die die etwa 1000-jährige, überwiegend vom Weinbau geprägte Geschichte des Ortes widerspiegeln. Touristisch interessant ist vor allem der eisenbahnhistorische Kulturweg ‚Kanonenbahn‘, der in knapp drei Stunden durch abwechslungsreiche Landschaften führt, wunderschöne Ausblicke bietet und ganz nebenbei über die Eisenbahngeschichte im Moseltal informiert. Weinfreunde kommen auf dem Weinlehrpfad oder bei einem der fast 30 Winzer auf ihre Kosten. Liebhaber des nassen Elements können am Kanu-Anleger den Drahtesel gegen ein Wassergefährt tauschen und die Vielfalt der Mosellandschaft direkt vom Fluss aus betrachten.
Der zwischen Pünderich und Bullay gelegene Bergrücken des Zeller Hamm wird idyllisch von einer Moselschleife umwunden und trägt auf seinem Gipfel die Marienburg. Diese hat eine bewegte Geschichte hinter sich, denn vor mehr als tausend Jahren stand eine erzbischöfliche Burg an ihrer Stelle. Diese wurde dann im Jahre 1156 in ein Augustinerinnenkloster umgewandelt, das wiederum nach seiner Auflösung 1515 zu einer Festungsanlage weiterentwickelt wurde. Als diese schließlich im 17. Jahrhundert den Franzosen zum Opfer fiel, wurden die übriggebliebenen Ruinen aufwendig renoviert und die Marienburg erhielt ihr heutiges, überwiegend barockes Gesicht. Doch auch die architektonischen Überbleibsel der Vorgängerbauten sind an einigen Punkten noch zu sehen und machen die Marienburg damit zu einem außerordentlich interessanten kunsthistorischen Bauwerk, in dem sich die Baustile des 12., des 15. und des 18. Jahrhunderts treffen. Darüber hinaus hat man von der Marienburg sowie dem nicht weit von ihr entfernten Aussichtsturm ‚Prinzenkopf‘ aus einen wunderschönen Ausblick über die Moselschleife am Fuße des Zeller Hamm und in die weitere Umgebung.
Nachdem Sie den Zeller Hamm hinter sich gelassen haben, erreichen Sie als nächstes Kaimt, einen Stadtteil von Zell an der Mosel, das Kaimt gegenüber am rechten Moselufer liegt und durch eine Fußgängerbrücke mit dem Ort verbunden ist, über die Sie auch in Ihren heutigen Übernachtungsort gelangen können. In Kaimt ist bis heute der liebreizende Charakter eines typischen Winzer- und Fischerdorfes mit engen Gassen und Fachwerkhäusern spürbar. Der Ort ist durch die vorhandene Umgehungsstraße weitgehend verkehrsberuhigt und lockt gerade deshalb mit Beschaulichkeit und weitgehender Stille. Ende August jedes Jahres findet hier das ‚Keltische Weingelage‘ statt – ein dreitägiges Fest, an dem die Einwohner der keltischen Gründer ihres Ortes gedenken und bei viel Wein deren Tradition feiern.
Zell, Ihr heutiges Übernachtungsquartier und der Hauptort des Zeller Hamm, liegt zu Füßen weinbedeckter Hänge an einem Moselbogen und lockt mit seiner bunt bepflanzten Moselpromenade sowie dem malerischen Stadtkern, der sich rund um den schmucken, kleinen Marktplatz erstreckt und mit verwinkelten Gassen zum Bummeln, Träumen und Verweilen einlädt. Besonders sehenswert sind die Reste der alten Stadtbefestigung, zu denen sowohl der als Wahrzeichen der Stadt geltende „Runde Turm“ als auch der „Viereckige Turm“ gehören, das spätgotische Kurfürstliche Schloss mit seinem im Renaissancestil gehaltenen Anbau, der gotische Bau des ‚Haus Caspary‘ und das Heimatmuseum, in dem viele Dokumente zur Namensgebung der Weinlage ‚Zeller Schwarze Katz‘ ausgestellt werden. Die wohl bekannteste Erklärung ist die, dass eine schwarze Katze drei Aachener Weinhändlern, die sich nicht entscheiden konnten, welches von drei Fässern nun den besten Wein enthielte, die Entscheidung abnahm, indem sie auf eines der Fässer sprang und dieses gegen jeglichen erneuten Zugriff verteidigte. Der Wein aus diesem Fass, das die Händler schließlich kauften, ohne seinen Inhalt noch einmal probiert zu haben, wurde daraufhin unter dem Namen ‚Zeller Schwarze Katz‘ vermarktet und verkaufte sich so gut, dass die Zeller Winzer seither ihre Weine aus den besten Lagen ebenfalls unter diesem Namen produzieren. Außerdem wurde dem namensgebenden Tier samt dem Fass auf dem Marktplatzbrunnen ein Denkmal gesetzt. Probieren kann man die ‚Zeller Schwarze Katz‘ zu bestimmten Zeiten unter den dem Rathaus gegenüberliegenden Bögen der alten Marktlaube. Aber auch die örtlichen Winzer und Weingutbesitzer freuen sich über Ihren Besuch. Und vielleicht haben Sie auch das Glück, am dritten Junisonntag zum Schwarze-Katz-Weinfest vor Ort zu sein und dessen ganz besondere Atmosphäre zu genießen.

rechte Moselseite:
Wenn Sie Zeltingen auf der rechten Moselseite verlassen, radeln Sie über die Ortschaften Ürzigermühle, Erden, Lösnich, Kindel und Wolf zunächst nach Trarbach, das zusammen mit Traben den Doppelort Traben-Trarbach bildet (nähere Informationen siehe oben bei der Streckenbeschreibung zur linken Moselseite). Von dort aus geht es über Enkirch, Burg/Mosel, Pünderich und Briedel weiter nach Zell, wo Sie heute übernachten werden.


 

Weniger…

6. Tag: Zell – Cochem, ca. 37 km
Der Höhepunkt der heutigen Etappe ist zweifellos das auch als 'Rothenburg an der Mosel' bekannte, zauberhafte Dörfchen Beilstein, in dem Sie unbedingt einen Stopp für eine ausführliche Besichtigung einlegen sollten. Und auch Ihr heutiges Etappenziel Cochem lockt mit seinem charmanten Zentrum und einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, zu denen beispielsweise die im 11. Jahrhundert erbaute Reichsburg gehört. 

  Mehr…

linke Moselseite:
Wenn Sie in Zell die Mosel überqueren, gelangen Sie erneut nach Kaim. Von hier aus führt der Mosel-Radweg weiter ins etwa 5,5 Radkilometer entfernte, von Weinbergen und Wiesen umgebene Alf. Hier beginnt mit dem Alfbachtal auch eines der idyllischsten Seitentäler der Mosel. Auch Alf ist ein sehr schöner und ruhiger Ort, dessen lauschige Winkel und Gassen mit ihren malerischen Fachwerkhäusern zum Verweilen einladen. Sehenswert sind vor allem der Glockenturm der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Pfarrkirche und einige aus dem 15. Jahrhundert stammende Altertümer, die bei den Bauarbeiten zur Kirche gefunden wurden und auf dem Marktplatz bestaunt werden können. Für alle, die geschichtlich und architektonisch interessiert sind, bietet sich eine Wanderung zur hoch über dem Dorf gelegenen Marienburg und/oder zur Burg Arras an. Letztere soll von einem riesigen Schmied erbaut worden sein, der sich tapfer den Hunnen in den Weg stellte und dafür vom König die Ritterwürde verliehen bekam. Heute beherbergt die Burg ein Hotel-Restaurant und ein Burgmuseum, in dem man viel Interessantes über die Historie des Moseltales erfahren kann. Außerdem lohnen der Bergfried, der Rittersaal und das Verlies einen Besuch.
Im schönen Weinort St. Aldegund angekommen, haben Sie in etwa die Hälfte der Strecke zwischen Trier und Koblenz hinter sich gebracht. Das von Weinbergen und einem großen Wald eingerahmte, liebenswerte Dorf mit seinen schmucken Fachwerkhäusern und romantisch verwinkelten Gassen im Ortskern, das nach der heiligen Aldegunde benannt wurde, wird Sie bestimmt in seinen Bann ziehen. Und wenn Sie sich ein bisschen Zeit für einen Plausch mit den Einheimischen nehmen, werden Sie schon bald feststellen, dass hier, der bewegten Geschichte des Mosellandes entsprechend, ein stark von fremden Sprachen und hauptsächlich vom Französischen geprägter Dialekt gesprochen wird. Außerdem hat auch St. Aldegund wie die meisten Moselorte etliche Weingüter zu bieten, auf denen die ortsansässigen Weinlagen ‚Himmelreich‘, ‚Klosterkammer‘ und ‚Palmberg-Terrassen‘ probiert werden können. Historisch interessant sind die alte, über dem Dorf gelegene Bergkirche und das am Römerbrunnenplatz gefundene frühchristliche Grab einer Frau mit herrlichen Grabbeigaben aus Glas. Die Grabquader können in der Klosterkammerstraße, die sich am Ortsausgang in Richtung Alf befindet, bestaunt werden, die Grabbeigaben wurden (bis auf eine blaue, als Schiff ausgestaltete Schale, die sich im Museum für antike Schifffahrt in Mainz befindet) ins Haus der Archäologie in der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein gebracht.
Etwa zweieinhalb Kilometer moselabwärts von St. Aldegund liegt, zu Füßen des weinbewachsenen Calmont-Steilhangs, der als der steilste Weinberg Europas gilt, das schmucke Weindorf Bremm. Der Name ‚Calmont‘ leitet sich wahrscheinlich von den lateinischen Begriffen ‚calidus‘ für ‚warm‘ und ‚mons‘ für ‚Berg‘ ab und verweist darauf, dass schon die Römer hier Weinbau betrieben. Aufgrund der Hanglage ist dieser zwar entsprechend mühsam, die Steile des Hangs und dessen hoher Schieferanteil sorgen aber für ideale Wuchsbedingungen der Reben, denn Schiefergestein ist ein guter Wärmespeicher. Auch Bremm verfügt, wie viele der Winzerdörfer an der Mosel, über viele gut erhaltene Fachwerkhäuser, zu denen beispielsweise das mit Schnitzereien verzierte ‚Storchenhaus‘ gehört. Ebenfalls sehenswert sind die Laurentiuskirche mit ihrem wertvollen Barockaltar und die Ruinen des einstigen Klosters Stuben. Literaturfreunden ist Bremm vielleicht als Schauplatz des von Clara Viebig verfassten Moselromans ‚Die goldenen Berge‘ bekannt. 
Wer schwindelfrei ist und sportliche Höchstleistungen nicht scheut, kann von Bremm aus eine etwa dreistündige Tour auf dem 2001 angelegten Calmont-Klettersteig machen. Der schmale Fußpfad hat eine Länge von etwa 3 Kilometern und setzt, nachdem er u. a. über 6 Leitern und 22 Trittbügel führt, absolute Trittsicherheit und festes Schuhwerk voraus. Belohnt werden die Mühen des Aufstiegs mit einem phänomenalen Ausblick über die umgebende Mosellandschaft. Und wer besonders viel Glück hat, entdeckt beim Auf- oder Abstieg auch eine der eher seltenen Tier- und Pflanzenarten, für die die Landschaft am Calmont bekannt ist (u. a. Apollofalter, Segelfalter, Schwarzer Bär, Russischer Bär, Rotflügelige Ödlandschrecke, Baummarder, Roter Weinbergpfirsich, Thymian, Zypressen-Wolfsmilch und Bewimpertes Perlgras).
Inmitten einer herrlich idyllischen, von Weinbergen, Wiesen und Wäldern geprägten Landschaft liegt, etwa 3,5 km von Bremm entfernt, der Weinort Ediger-Eller. Das Ortsbild setzt sich aus früheren Kloster- und Adelshöfen, prächtigen Fachwerkhäusern aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert sowie zwei vor allem aus kunsthistorischer Sicht interessanten Kirchen zusammen und wird von einer (bis auf die Moselseite) noch fast komplett erhaltenen Ringmauer umgeben. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen insbesondere die Pfarrkirche St. Martin, deren gotischer Schieferturmhelm als der am reichsten verzierte seiner Art in Europa gilt, der Kreuzweg, der zur hoch über dem Dorf gelegenen Kreuzkapelle mit ihrem Reliefbild ‚Christus in der Kelter‘ führt und die St. Arnulfs-Kapelle, in der das Wandbild ‚Die Verspottung Christi‘ bewundert werden kann. Ebenfalls einen Besuch lohnen die Kirche St. Hilarius mit ihrem aus der Spätromanik stammenden Turm, das Zehenthaus des Trierer Dompropstes, in dem Bauern aus mehr als 70 Dörfern mindestens den zehnten Teil ihrer Jahresernte abliefern mussten und der als letzter Rest vom Hofgut Lehmen übrig gebliebene Wohnturm. Eine weitere Besonderheit des Ortes stellt der 6 km lange, als Rundwanderweg angelegte ‚Kulturweg der Religionen‘ dar, der über verschiedene Religionen informiert und unter anderem an der Synagoge vorbeiführt, in der mit dem Haus der Psalmen eine religionsübergreifende Institution untergebracht ist.
Nehren, der Nachbarort von Ediger-Eller, liegt hinter einem Altarm der Mosel am südlichen Ende eines langgezogenen Weinbergrückens. Der Name ‚Nehren‘ geht auf die römische Villa ‚Nogeria‘ zurück, aus der der Ort ursprünglich entstand. An diese römischen Wurzeln erinnern auch zwei über dem Ort gelegene Römergräber, deren nach römischem Vorbild wiederaufgebaute Schutztempel bereits von weitem sichtbar sind. Die noch deutlich zu erkennenden Reste von Wandbemalungen in einer der beiden Grabkammern sind etwa 1700 Jahre alt und, nachdem sie sich noch im Originalzustand befinden, eine Seltenheit auf der Nordseite der Alpen. Im Ort selbst sind die aus der Spätgotik stammende, im Barockstil ausgestattete Kirche St. Agatha und ein auf dem Marktplatz aufgestellter römischer Kelterstein sehenswert. Wie viele Orte entlang der Mosel verfügt auch Nehren über einige Weingüter, in denen der Rebensaft aus der Gegend verkostet werden kann.
Der Doppelort Ellenz-Poltersdorf setzt sich aus den früher selbständigen Ortsteilen Ellenz und Poltersdorf zusammen, die sich aber trotz der Vereinigung ihren jeweiligen ganz eigenen Charakter bewahrt haben. Das größere Ellenz punktet mit alten Höfen wie beispielsweise dem Kasseler Hof, dem Haus Schonsten und dem Warsburger Hof (dessen übermäßig langer Kamin noch heute Zeugnis davon gibt, dass das Gebäude früher um einiges höher war) sowie dem mit herrlichen Dachgiebeln verzierten Rathaus, an dessen Rückseite sich sogar noch ein Backhaus befindet. Ebenfalls sehenswert ist die alte, etwas außerhalb des Ortes gelegenen Pfarrkirche St. Martin. Poltersdorf glänzt dagegen mit der mittelalterlich-frühneuzeitlichen Kombination des über einen Straßendurchgang verfügenden, spätromanischen Kirchturms mit dem Gymnicher/Adenauer Hof. Außerdem gibt es im kleineren Ortsteil Poltersdorf mehrere gut erhaltene Winzerhöfe aus dem Zeitalter des Frühklassizismus, die an den Aufschwung des Bürgertums erinnern, der einsetzte, nachdem Kirchen- und Adelsbesitz im Zuge der Französischen Revolution enteignet wurde. Und auch ein Besuch bei der in den Weinbergen gelegenen, achteckigen Wegkapelle ‚Bracher Häuschen‘ lohnt sich. Ein besonderes Highlight des Ortes stellt das inmitten der Weinberge am Hang gelegene Freibad dar, das zum Baden und Relaxen einlädt. Vielleicht nutzen ja auch Sie an einem heißen Sommertag die Gelegenheit zu einer kleinen Abkühlung. Oder Sie folgen dem Weinlehrpfad noch ein Stück höher und genießen die fantastische Sicht über die Moselschleife. Wer gerne die örtlichen Weinlagen ‚Kurfürst‘, ‚Altarberg‘ und ‚Woogberg‘ probieren möchte, sei wiederum an eines der örtlichen Weingüter oder auf die beiden regelmäßig in Ellenz-Poltersdorf stattfindenden Weinfeste verwiesen (Weinfest immer am letzten Wochenende im Juli, Straßenweinfest jeweils am letzten Septemberwochenende).
 Sechs Radkilometer moselabwärts von Ellenz-Poltersdorf entfernt liegt, eingebettet zwischen Weinbergen und Wäldern, die Weingemeinde Ernst. Sie gehört bereits zur Verbandsgemeinde Cochem und gilt als eine der bedeutendsten Wein- und Tourismusgemeinden im Bereich der Unteren Mosel. Aufgrund ihrer geographischen Lage kennt man sie auch als ‚Tor zum guten Tropfen‘. Schon von weitem fallen die beiden hoch aufragenden Doppeltürme der Pfarrkirche St. Salvator auf. Sie sind ein neoromanisches Werk von Johann Claudius von Lassaulx und wurden aus rheinischem Schiefer erbaut. Neben der Kirche verleihen auch die vielen alten, mit schönem Fachwerk und verzierten Winzerhäuser dem Ort seinen ganz speziellen Reiz. Und auch in kulinarischer Hinsicht hat Ernst einiges zu bieten. So sollten Sie neben den Ernster Weinlagen ‚Feuerberg‘ und ‚Kirchlay‘, die ihnen alle örtlichen Weingüter gerne ausschenken, unbedingt den bekannten ‚Ernscher Käs‘ probieren – einen halbfesten Schnittkäse aus Kuhmilch, der während der Reifung immer wieder mit Ernster Riesling bestrichen wird. Immer am vorletzten August-Wochenende eines jeden Jahres ist Ernst Schauplatz eines großen Weinfestes. Am ersten Augustwochenende findet traditionell die Ernster Kirmes statt und an jedem dritten Septemberwochenende der Weinherbst.  
Nachdem Sie weitere dreieinhalb Radkilometer flussabwärts zurückgelegt haben, erreichen Sie den am Fuße des Reckersbergs gelegenen Cochemer Stadtteil Sehl. Auffälligstes Wahrzeichen des Ortes ist die auch liebevoll als ‚Sehler Dom‘ bezeichnete Kapelle St. Antonius Abbas mit ihrem spätgotischen Chor und einer aus dem Jahre 1441 stammenden Glocke. Ebenfalls sehenswert ist ein erst 1999 im Zuge von Renovierungsarbeiten zufällig entdecktes Fachwerkhaus, das zwischen 1374 und 1375 erbaut wurde und damit zu den ältesten Gebäuden seiner Art in der Moselregion gehört. Etwas außerhalb des Ortes liegt direkt an der Mosel das 1130 gegründete Benediktiner-Kloster Ebernach, das mittlerweile von Franziskanern übernommen wurde, die sich vorwiegend um geistig oder psychisch gehandicapte Menschen kümmern. Auf dem Klostergelände befindet sich neben der Kapelle Mariae Himmelfahrt auch ein klostereigenes Weingut, in dem Dornfelder- und Rieslingweine sowie Brände und Obstliköre verkostet werden können. Immer am zweiten Septemberwochenende findet das dreitägige ‚Sehler Quetschefest‘ (= Zwetschgenfest) mit einem Weinstand, dem originalen Sehler Quetschekuchen, Live-Musik und jeder Menge Unterhaltung statt.
Von Sehl aus ist es nun nicht mehr weit nach Cochem. Die idyllisch am Ausgang des Moselbogens ‚Cochemer Krampen‘ gelegene Kreisstadt hat ihren Gästen so einiges zu bieten und gilt als das Touristenzentrum zwischen Trier und Koblenz. Hoch über der Stadt thront auf einem mit Weinreben bewachsenen Berg die Cochemer Reichsburg, die etwa um das Jahr 1000 errichtet und nach ihrer zwischenzeitlichen Zerstörung zwischen 1874 und 1877 in neogotischem Stil wiederaufgebaut wurde. Vom Burghügel aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und das gesamte Umland, und auch ein Besuch im Inneren der mit Jagdzimmer, Rittersaal und Kemenate ausgestatteten Burg lohnt sich. Jeden Freitag um 19:00 Uhr und jeden Samstag um 18:00 Uhr kann hier außerdem (gegen vorherige Anmeldung) bei der „Gasterey“ nach Art der alten Rittersleut festlich getafelt und einiges über das glorreiche Zeitalter der Ritter erfahren werden. Im Preis von 49.- € ist neben dem Rittermahl und der dazugehörigen Unterhaltung auch eine etwa 40-minütige Burgführung enthalten. Eine ebenfalls imposante Erscheinung ist das aus dem Jahre 1630 stammende Kapuzinerkloster, das über eine vom Marktplatz ausgehende Steintreppe erreicht werden kann und heute als Kulturzentrum genutzt wird. Weiterhin sind die Cochemer Altstadt mit den verhältnismäßig gut erhaltenen Resten der alten Stadtmauer (zu denen beispielsweise das Enderttor, der Wehrturm am Balduinstor, das Mäusetor und das Martinstor gehören), der von Fachwerkhäusern und dem barocken Rathaus umringte Marktplatz, eine beinahe 200 Jahre alte, noch heute funktionsfähige Senfmühle, die Burgruine Winneburg, der Bundesbank-Bunker und das Edelsteinmuseum Cochem sehenswert. Und auch eine Fahrt mit der Cochemer Sesselbahn, die ihre Fahrgäste zum Aussichtspunkt ‚Pinner Kreuz‘ bringt oder ein Bummel auf der Moselpromenade sind wunderschöne Erlebnisse. Für Naturfreunde bietet sich außerdem ein Besuch bei der 550 Jahre alten, zum Naturdenkmal erklärten Lescherlinde an, die sich über der Reichsburg erhebt. Oder Sie machen einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet Brauselay und bestaunen dessen an den Mittelmeerraum erinnernde Vegetation. Nach so viel Anstrengung haben Sie sich nun selbstverständlich eine kleine Pause verdient, die Sie optimal nutzen können, um eine oder mehrere der Cochemer Weinlagen (‚Herrenberg‘, ‚Pinnerkreuzberg‘, ‚Schlossberg‘, ‚Hochlay‘, ‚Klostergarten‘, ‚Sonnenberg‘, ‚Bischofsstuhl‘, ‚Arzlay‘, ‚Rosenberg‘ und ‚Nikolausberg‘) zu probieren. Hierfür eignet sich natürlich in erster Linie eines der zahlreichen Cochemer Weingüter, aber auch in der örtlichen Gastronomie oder auf einem der verschiedenen Weinfeste, die jedes Jahr im Juni, August, September und November in Cochem stattfinden, haben Sie viele Gelegenheiten dazu.

rechte Moselseite:
Rechts der Mosel begegnet Ihnen, nachdem Sie Zell verlassen haben, zunächst der Zeller Ortsteil Merl. Dreieinhalb Radkilometer weiter erwartet Sie dann das von den Kelten gegründete Bullay, das über den bedeutendsten Bahnhof der Gegend rund um das Zeller Hamm verfügt und deshalb für viele Besucher die erste Anlaufstelle ist, noch bevor sie weiter nach Zell gelangen. Romantiker können sich von hier aus mit einem altmodisch wirkenden, aber noch voll funktionsfähigen Schienenbus, der ‚Moselweinbahn‘, nach Traben-Trarbach kutschieren lassen. Oder Sie bummeln ein wenig durch den schon mehrfach im Rahmen des Wettbewerbes ‚Unser Dorf soll schöner werden‘ ausgezeichneten Ort und genießen den Charme der von Weinbergen und Wäldern eingerahmten Weingemeinde mit ihrer bezaubernden Moselpromenade und seiner Winzer-Romantik. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört neben den Fachwerkhäusern in der Zehntstraße vor allem der Brautrock-Brunnen, der an die wohl bekannteste Weinlage Bullays, den ‚Bullayer Brautrock‘ erinnert. Diese soll ihren Namen erhalten haben, nachdem ein Graf seinen Weinberg an den wohlhabenden Vater der Braut seines Sohnes verpfändet hatte, damit dieser die Brautausstattung inklusive Brautrock für das reiche Ritterfräulein kaufen konnte. Der Brautvater indes übernahm die Ausstattung seiner Tochter selbst und machte während der Hochzeitsfeier dem Schwiegersohn den Weinberg seines Vaters zum Geschenk – verbunden mit dem Versprechen, dass alle daraus resultierenden Einnahmen seiner Tochter zufallen sollten, damit diese für sich selbst sorgen könnte, falls der Bräutigam genauso verschwenderisch mit Geld umgehen sollte wie sein Vater. Neben dem ‚Bullayer Brautrock‘ verfügt Bullay auch noch über die Weinlagen ‚Graf Beissel Herrenberg‘, ‚Sonneck‘ und ‚Kronenberg‘. Jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende findet in Bullay ein großes Herbst- und Weinfest statt. Wer nicht gerade das Glück hat, eben dann vor Ort zu sein, kann die Weine aber auch in einem der örtlichen Weingüter oder direkt bei den Winzern verkosten.
Von Bullay aus geht es über Neef, wo sich ein kurzer Stopp zur Besichtigung des dortigen Ofen- und Puppenmuseums lohnt, an der Klosterruine Stuben vorbei weiter nach Senheim, das für sein Weinmuseum bekannt ist. Anschließend radeln Sie über Mesenich und Briedern weiter nach Beilstein. Das auch als ‚Rothenburg der Mosel‘ oder ‚Dornröschen der Mosel‘ bezeichnete, malerisch zwischen zwei Hunsrück-Flüsschen gelegene Beilstein strahlt Moselromantik pur aus und diente auch schon mehrfach als Filmkulisse. Der Name des im 14. Jahrhundert entstandenen Ortes geht auf die Jagdpraxis des ‚Beielns‘ zurück, bei dem man das Wild durch Lärm vor sich her- und schließlich einen Felsabhang, den ‚Beyhelstein‘, hinuntertrieb. Hoch über dem Ort liegt die Burgruine Metternich, in der heute ein Restaurant untergebracht ist und die als größte Besonderheit einen fünfeckigen Bergfried aufweist. Besonders schön anzusehen ist der pittoreske Marktplatz, der aus dem Jahre 1322 stammt und vom imposanten ehemaligen Zehnthaus, der früheren Pfarrkirche St. Christophorus und der im 18. Jahrhundert erbauten fürstgräflichen Kellnerei umringt wird. Und auch der gesamte, mittelalterlich anmutende Ort, der durch die bittere Armut seiner Bewohner kaum größere Veränderungen erfuhr, wirkt durch die Gruppierungen verschiedener Gebäude, die dann wiederum durch verträumte Gässchen oder enge Treppchen miteinander verbunden sind, anmutig, reizvoll und schön. Des Weiteren lohnt sich auch ein Besuch in der aus dem 17. Jahrhundert stammenden, etwas erhöht liegenden Hallenkirche der Karmeliter, in der das spanische ‚Gnadenbild mit der Schwarzen Madonna‘ bewundert werden kann. Beilstein ist also auf jeden Fall eine Reise wert und wird garantiert auch Sie in Ihren Bann ziehen – wenn nicht durch seine Schönheit, so vielleicht doch durch seine Weinlagen ‚Schlossberg‘ und ‚Silberberg‘, die Sie in der ‚Winzerschenke‘, im ‚Winzerkeller‘ des Weinguts Otto Görgen, im ‚Zehnthauskeller‘ anno 1574 und in der ‚Burgschenke‘ serviert bekommen. Und wer darüber hinaus auch noch Weinfest-Romantik erleben möchte, sollte Beilstein unbedingt zum jeweils am ersten Septemberwochenende stattfindenden Weinfest besuchen.
Nach dem Abschied von Beilstein folgen Sie dem Moselradweg über Bruttig-Fankel und Valwig in den Cochemer Stadtteil Cond, wo Sie, je nach der Lage des für Sie gebuchten Hotels, die Mosel überqueren und nach Cochem hineinradeln.

Weniger…

7. Tag: Cochem - Kobern-Gondorf, ca. 34 km
Heute sollten Sie sich keinesfalls einen Ausflug zur märchenhaften Burg Eltz entgehen lassen, die einst auf dem 500-Mark-Schein abgebildet war und zu den schönsten, bekanntesten und am besten erhaltenen Burgen Deutschlands gehört. Als Ausgangspunkt eignet sich am besten das reizvolle Dorf Moselkern. Genießen Sie die herrlichen Ausblicke, die sich Ihnen von der Burg aus bieten und radeln Sie anschließend ganz entspannt rechts oder links der Mosel durch etliche schmucke Weinorte in Ihr heutiges Übernachtungsquartier Kobern-Gondorf.

  Mehr…

linke Moselseite:
Dreieinhalb Radkilometer flussabwärts von Cochem treffen Sie auf den etwas größeren Winzerort Klotten, der inmitten einer herrlichen Kulisse aus Weinbergen und Wäldern liegt. Überragt wird der Ort von der schon weithin sichtbaren Burgruine Coraidelstein, die sich auf einem vulkanähnlichen Kegelberg erhebt und nach ihrer ruhmreichen Vergangenheit als Pfalzgrafensitz heute als Künstlerwerkstatt dient. Der steile Aufstieg ist die Mühe allemal wert, denn von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf die umliegende Mosellandschaft. Und selbstverständlich findet sich die Burg auch in den Namen der Klottener Weinlagen wieder, sodass es neben ‚Brauneberg‘ und ‚Rosenberg‘ auch die Weinlage ‚Burg Coraidelstein‘ gibt. Die wohl bekannteste und einflussreichste Bewohnerin des Ortes dürfte die polnische Königin Richeza sein, die zwischen 1040 und 1049 hier logierte und von der seit 2002 eine Reliquie in der Pfarrkirche St. Maximinus ausgestellt ist. Die unbestrittene Hauptattraktion stellt der Wild und Freizeitpark Klotten dar, der neben verschiedenen exotischen und einheimischen Tieren wie beispielsweise Luchs, Bär und Wolf auch viele spektakuläre Fahrgeschäfte zu bieten hat und jeden Besuch zu einem einzigartigen Vergnügen für Groß und Klein werden lässt. Wer es lieber beschaulicher mag, ist im Naturschutzgebiet Dortebachtal gut aufgehoben, das mit seinen Felsen und Hängen aus Schiefergeröll vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet und auf einem 5 km langen Wanderweg in etwa 2 Stunden umrundet werden kann. Oder Sie machen einen Spaziergang auf dem Moselhöhenweg und besuchen das dort liegende Seits-Kapellenhäuschen mit der Herz-Jesu-Kapelle.
Das 5 Radkilometer in nördlicher Richtung von Klotten entfernte Pommern verdankt seinen Namen den Römern, die hier schon seit langem Obstbau betrieben und die Siedlung deshalb ‚Pomaria‘ (= Früchtegarten‘) nannten. Die bekannteste Sehenswürdigkeit des romantischen Weindorfs ist wohl die Rekonstruktion der römischen Tempelanlage, die sich zusammen mit weiteren wiederaufgebauten Gebäuden einer einstigen keltischen Siedlung hoch über dem Ort auf dem Martberg befindet. Hier huldigten die Römer in einer großen Tempelanlage dem Gott Mars Lenus und gaben deshalb wohl auch dem Berg den Namen ‚Mons Martis‘. Im Ort selbst erwarten Sie mehrere sehenswerte, teilweise mit Fachwerk verzierte Winzervillen aus Bruchstein, von denen eine sogar noch über ein angebautes Kelterhaus verfügt. Ebenfalls reizvoll anzuschauen sind der heute als Pfarrhaus genutzte Himmeroder Hof, das Kurtrierische Amtshaus, das ehemalige Erzbischöfliche Burghaus mit seinem Wohnturm und mehrere malerische Fachwerkhäuser. Und natürlich verfügt auch Pommern über etliche Winzer, bei denen Sie die örtlichen Weinlagen ‚Pommerner Rosenberg‘, ‚Pommerner Sonnenuhr‘, ‚Pommerner Goldberg‘ und ‚Pommerner Zeisel‘ probieren können. Außerdem präsentiert Pommern seine Weine auf dem immer am dritten Septemberwochenende stattfindenden Winzer-Hof-Fest oder, wenn Sie schon etwas früher im Jahr unterwegs sind, auf dem Spillesfest, das immer zu Pfingsten gefeiert wird und auch unter dem Namen ‚Sommernachtsfest der Winzerkapelle‘ bekannt ist.
Etwa 2 km flussabwärts von Pommern liegt Karden, das zusammen mit dem am rechten Ufer der Mosel gelegenen Teilort Treis den bekannten Winzerort Treis-Karden bildet. Entstanden ist Karden in der Mitte des vierten Jahrhunderts, als der später heiliggesprochene Priester Castor hier die erste christliche Gemeinde im Bereich der Unteren Mosel gründete. Nach ihm ist auch die liebevoll als ‚Kardener Dom‘ oder ‚Moseldom‘ bezeichnete Stiftskirche St. Castor benannt, deren Grundstein 1183 gelegt wurde und die mit ihrer Kombination aus romanischen, gotischen und barocken Elementen zu den in kunsthistorischer und architektonischer Hinsicht interessantesten Kirchenbauten im Moseltal gehört. Ebenfalls sehenswert sind das als ‚Korbisch‘ bekannte einstige Wohnhaus des Propstes und das an der Uferstraße gelegene Burghaus. Wer sich näher für die bewegte religiöse Vergangenheit Kardens interessiert, sollte das im direkt an die Kirche angrenzenden ehemaligen Zehnthaus untergebrachte Stiftsmuseum besuchen, das über annähernd 2000 Jahre Religionsgeschichte informiert. Naturfreunden und Romantikern sei ein Abstecher ins romantische Brohlbachtal empfohlen, an dessen Ufern sich mehrere alte Mühlen befinden, von denen manche mittlerweile als Gasthäuser genutzt werden. Die Kardener Weinlagen heißen ‚Dechantsberg‘, ‚Juffermauer‘ und ‚Münsterberg‘ und warten darauf, Sie während einer erholsamen Stunde in einem Kardener Weingut beglücken zu dürfen.
Knappe dreieinhalb Radkilometer trennen Karden von seinem Nachbarort Müden, den die Römer als ‚Modinum‘ kannten und schätzten. Gegründet wurde der Ort allerdings von den Kelten. Besonders auffällig ist der womöglich auf einen römischen Wachturm zurückgehende, von einem Rhombendach bedeckte Turm der im 12. Jahrhundert errichteten Pfarrkirche St. Stephanus, in der u. a. eine hölzerne Kanzel, mehrere Altäre, aufwendige Glasmalereien und Statuen bewundert werden können. Seinen typischen Charme erhält das Winzerdorf jedoch von den zahlreichen, teilweise mittelalterlichen und mit üppigen Schnitzereien verzierten Fachwerkhäusern. Hervorzuheben wären hier vor allem das 1722 erbaute ‚Görreshaus‘, das einst die Großeltern des Schriftstellers Joseph Görres beherbergte, und der direkt danebenliegende, zum Teil mit Fachwerk verzierte Bruchsteinbau, in dem der Anatom und Physiologe Johannes Müller lebte. Und auch die Halfenhäuser, in denen früher Schiffer die Nacht verbrachten, bevor sie sich durch die von einer starken Strömung geprägte Müdener Furt kämpften, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. In einem davon ist heute das Hotel Sewenig untergebracht, im anderen, der früheren ‚Halfenschänke‘, das heutige ‚Restaurant/Café im Halfenhaus‘. Last but not least lohnt sich ein Besuch bei der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Lohmühle, die allerdings nicht als Mühle, sondern als Gerberei genutzt wurde. Und was liegt, wenn Sie von diesem umfangreichen Ortsrundgang erschöpft sind, näher, als sich bei einem oder mehreren Gläschen von den örtlichen Weinlagen ‚Funkenberg‘ und ‚St. Castorhöhle‘ von den Anstrengungen zu erholen? Wenn Sie zufällig am letzten Augustwochenende in Müden sein sollten, empfehlen wir außerdem einen Rundgang über das Müdener Wein- und Heimatfest.
Wiederum zwei Radkilometer weiter treffen Sie in Moselkern ein, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur bekannten Burg Eltz liegt und deshalb auch als ‚Tor zur Burg Eltz‘ bezeichnet wird. Bevor Sie sich aber dorthin aufmachen, lohnt sich auf jeden Fall auch ein Rundgang durch das von schönen Fachwerk- und Bruchsteinhäusern sowie alten Winzerhäusern geprägte Dorf Moselkern. Besonders erwähnenswert ist das 1535 errichtete Rathaus. Der stattliche Fachwerkbau verfügt noch heute über einen kleinen Metallring (an dem als einer Art ‚Pranger‘ Übeltäter angekettet und öffentlich zur Schau gestellt wurden) und wird heute wieder als Rathaus genutzt, nachdem es zwischenzeitlich eine Schule bzw. eine Kindertagesstätte beherbergte. Ebenfalls bemerkenswert ist der im Jugendstil erbaute Bahnhof des Ortes. Die größte und bekannteste Sehenswürdigkeit dürfte allerdings ein Merowingerkreuz aus dem 7.Jahrhundert sein, das 1915 auf dem hiesigen Friedhof gefunden wurde und die älteste Kreuzigungsdarstellung auf der Nordseite der Alpen ist. Das Original befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, vor der katholischen Pfarrkirche St. Valerius und am Friedhof können aber zwei Nachbildungen bestaunt werden. Jedes Jahr am dritten Juliwochenende findet in Moselkern das Weinfest statt, auf dem man sich an den örtlichen Weinlagen ‚Rosenberg‘ und ‚Überelzer‘ erfreuen kann. Sollten Sie zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt hier sein, können Sie das aber selbstverständlich auch bei einem der Moselkerner Winzer (z. B. im Weingut Weckbecker, im Weingut Heinz Nollen oder im Weingut & Strausswirtschaft Peter H. Sturm) tun.
Nicht weit von Moselkern erhebt sich auf auf einer an die 70 m hohen, im Elztal gelegenen Schieferfelsspitze die zu den bekanntesten Burgen Deutschlands zählende Burg Eltz, der Sie, auch wenn sie abseits des Moselradwegs liegt, unbedingt einen Besuch abstatten sollten. Sie war zu Zeiten der D-Mark auf dem 500-Mark-Schein abgebildet und wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts angelegt. Ihr heutiges Erscheinungsbild mit den vielen Türmchen, das sie wie ein Märchenschloss aussehen lässt, erhielt die Burg allerdings erst in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Damals wurde sie, um Erbstreitigkeiten vorzubeugen, in drei Teile geteilt, die dann von jeder Familienlinie nach ihren jeweiligen Vorstellungen gestaltet wurden. Da aufgrund des beschränkten Platzes jedoch nur in geringem Maß in die Breite gebaut werden konnte, wurde die Burg stattdessen immer höher und erhielt so nach und nach die heutige Anzahl ihrer Türmchen und Erker. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die Burg als eines der wenigen Bauwerke der Eifel sämtliche Kriege und Belagerungen unbeschadet überstand und durch gute Beziehungen sogar dem Sonnenkönig Ludwig XIV. trotzen konnte, der die Moselregion überrannte und fast alle weiteren Festungen und Burgen der Eifel zerstörte. Bis heute befindet sich die Burg Eltz im Besitz der Gründerfamilie, wurde aber für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und kann zwischen dem 1. April und dem 1. November jeweils von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr besichtigt werden. Zu den besonderen Highlights der Burg zählen neben ihrer einzigartigen Architektur vor allem ihre traumhafte Lage in einem artenreichen Naturschutzgebiet, die Schatzkammer, der Innenhof, der Rittersaal und die Rodenhofer Küche, die das Leben im Mittelalter auf besondere Weise wieder lebendig werden lässt. Wer die Burg besichtigen möchte, erreicht sie beispielsweise auf einem Wanderweg, der an der Ringelsteiner Mühle in Moselkern startet. Der Startpunkt ist gut mit dem Fahrrad zu erreichen, indem Sie an der Moselkerner Kirche links abbiegen und dann den Schildern mit der Aufschrift ‚Burg Eltz‘ unter der Bahnlinie hindurch bis zum Parkplatz beim Mühlengasthaus folgen. 
Wieder zurück auf dem Moselradweg passieren Sie etwa auf halber Strecke zwischen Moselkern und Hatzenport die auf einem Felssporn gelegene Burg Bischofstein, die sehr wahrscheinlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand. Sie ist durch den auffälligen weißen Ring an ihrem Bergfried schon von weitem gut zu sehen und stellt, nachdem der 20 m hohe Turm bestiegen werden kann, einen schönen Aussichtspunkt dar. Außerdem lohnt die an die Burg angegliederte Burgkapelle St. Stefan mit ihrem barocken Chorgestühl einen Besuch.
Nachdem Sie Burg Bischofstein hinter sich gelassen haben, führt die Strecke über Hatzenport, Löf, Kattenes und Lehmes weiter in Ihr heutiges Übernachtungsquartier. Die von steilen Schieferterrassen eingerahmte Doppelgemeinde Kobern-Gondorf an der Untermosel zählt etwa 3500 Einwohner und verfügt über jede Menge Sehenswürdigkeiten, für die Sie sich unbedingt Zeit nehmen sollten, bevor Sie den Abend gemütlich bei einem Gläschen Moselwein ausklingen lassen. An erster Stelle ist hier wohl die von 1220 bis 1240 erbaute, von einer herrlichen Landschaft umgebene Matthiaskapelle zu nennen, deren ungewöhnliches äußeres Erscheinungsbild an die nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem angelegten Kirchen Spaniens und Portugals erinnert. Errichtet wurde sie in erster Linie, um dem Haupt des Heiligen Matthias einen würdigen Aufbewahrungsort zu verschaffen. Diesem Zweck konnte sie allerdings ‚nur‘ 130 Jahre lang nachkommen, denn seit 1927 befindet sich die Reliquie in der Trierer St.-Matthias-Abtei. Dennoch lohnt es sich, hier vorbeizuschauen, denn die Schönheit und Einzigartigkeit der Kapelle sind nach wie vor ungebrochen. Und vielleicht haben Sie ja auch Lust und Zeit, eines der regelmäßig hier stattfindenden Konzerte zu besuchen. Ebenfalls sehenswert sind die insgesamt vier Burgen und Schlösser, die Kobern-Gondorf zu bieten hat. Da wären die direkt neben der Matthiaskapelle gelegene Oberburg, die den Herren von Kobern als Stammsitz diente, die 1190 als deren Nachfolgerin angelegte Niederburg, das zwischen 1158 und 1160 erbaute Schloss Liebieg mit seinem herrlichen Park und das Schloss von der Leyen, das die einzige Wasserburg der Mosel ist und früher die Gondorfer Oberburg darstellte. Die Ober- und die Niederburg sowie die Matthiaskapelle sind durch den Koberner Burgpfad verbunden, der u. a. auch am geheimnisumwobenen Goloring entlangführt – einem in der Hallstattzeit (die von 1200 bis 600 v. Chr. dauerte) angelegten, riesigen Ringwall mit 190 cm Durchmesser. Ob er als Kultstätte oder Kalendarium diente, ist bis heute ungeklärt, dennoch übt der mitten im Wald gelegene, mysteriöse Ort eine packende Faszination aus. Doch Goloring, Burgen und Matthiaskapelle sind bei weitem noch nicht alles, was Kobern-Gondorf im Angebot hat. So wartet der fachwerkgesäumte Ortskern von Kobern mit seinen alten Weinhöfen beispielsweise mit einem romanischen Glockenturm, dem ältesten Fachwerkhaus Deutschlands und dem Tatzelwurmbrunnen auf, der an ein aus Löwe und Lindwurm bestehendes Untier erinnern soll, das einst die Eisenerz-Stollen von Kobern-Gondorf (zu denen unter anderem der begehbare Norbertusstollen gehört) unsicher machte. Wer genaueres hierzu erfahren möchte, kann sich auf dem 7,8 km langen Tatzelwurmweg auf die Spuren des Fabelwesens begeben und dabei spektakuläre Aussichten genießen. Und wer unterwegs Durst bekommt, kann diesen an der direkt am Weg gelegenen Mineralquelle des Sauerbrunnens löschen. Zurück in Gondorf warten mehrere schön anzusehende Fachwerk- und Steinhäuser sowie das alte Zollhaus auf ihren Besuch. Und auch das im Schloss von der Leyen untergebrachte Heimatmuseum sowie das historische Weinmuseum möchten erkundet werden. Ebenfalls bekannt ist das an jedem ersten Juliwochenende stattfindende Koberner Wein- und Burgenfest, bei dem vor herrlicher Kulisse viele edle Weine genossen werden können.

rechte Moselseite:
 Wenn Sie in Cochem übernachtet haben und Ihre Reise auf der rechten Moselseite fortsetzen wollen, müssen Sie zunächst wieder die Mosel überqueren. Anschließend radeln Sie von Cond aus weiter nach Treis. Das zu Füßen des Zillesbergs an der Mündung zweier Bäche (Flaumbach und Dünnbach) gelegene Treis bildet zusammen mit dem ihm gegenüber am linken Moselufer liegenden Karden den Doppelort Treis-Karden. Malerisch flankiert wird Treis von zwei Burgen: der nur noch als Ruine vorhandenen Burg Treis (deren noch erhaltener Bergfried aber dennoch als höchster erhaltener Burgturm im Moseltal gilt) und der noch heute bewohnten und in Privatbesitz befindlichen Wildburg, zu der auch die schon in mittelalterlichen Dokumenten erwähnte Mühle am Flaumbach gehört. Hier wurde dem Lachs ein Denkmal gesetzt, der früher häufig in der Mosel anzutreffen war, durch Überfischung aber gnadenlos ausgerottet wurde. Auch dem Ort Treis wurde im Kriegsjahr 1945 übel mitgespielt, mehrere eindrucksvolle Fachwerk- und Bürgerhäuser haben aber zusammen mit der im Rundbogenstil erbauten Pfarrkirche St. Johann Baptist den Krieg überstanden und zeugen noch heute von der malerischen Schönheit des Ortes. Ebenfalls einen Besuch lohnt die hoch auf dem Zillesberg gelegene, dem heiligen Cyriakus gewidmete Zilleskapelle, zu der ein in der Kastellauner Straße beginnender Kreuzweg hinaufführt. Und auch eine kleine, am Weg nach Kastellaun gelegene Wegekapelle ist mit ihrer eindrucksvollen Kreuzigungsdarstellung durchaus sehenswert. An jedem zweiten Septemberwochenende wird in Treis das Weinfest gefeiert, an dem die örtlichen Weinlagen ‚Greth‘, ‚Kapellenberg‘ und ‚Treppchen‘ im Mittelpunkt stehen. Wer nicht so lange warten will, kann selbstverständlich jederzeit eines der ortsansässigen Weingüter besuchen und den edlen Tropfen frönen.
Von Treis aus führt der Moselradweg über Burgen und Brodenbach weiter nach Alken, das sich gut als Ausgangspunkt für einen kleinen Ausflug zur Burg Thurant eignet, die zeitweise vom Trierer und Kölner Erzbischof gemeinsam bewohnt wurde und deshalb einen Trierer und einen Kölner Turm besitzt. Der Trierer Teil der Burg, der durch eine Mauer strikt vom Kölner Bereich getrennt war und genauso wie dieser einen eigenen Eingang besitzt, besteht aus einem Steingarten, dem noch heute als Wohngebäude genutzten Herrenhaus und dem Ehrenhof. In der Kölner Burg befinden sich neben zwei Rundtürmen die Reste eines Rittersaals, das Jagdhaus und das Verlies, in dem zahlreiche Folterwerkzeuge ausgestellt sind. Außerdem hat man vom Kölner Turm aus, der als Aussichtspunkt bestiegen werden darf, einen herrlichen Blick über das Moseltal. Wieder zurück auf dem Moselradweg radeln Sie über Oberfell nach Niederfell, wo Sie die Mosel überqueren, um in Ihren heutigen Übernachtungsort Kobern-Gondorf zu gelangen. Details zum Ort finden Sie oben bei der Streckenbeschreibung für die linke Moselseite.
  

 

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8. Tag: Kobern-Gondorf - Koblenz, ca. 17 km
Die heutige Etappe, die Sie wiederum auf beiden Seiten der Mosel zurücklegen können, ist bewusst kurz gehalten, damit Sie in Koblenz angekommen noch genügend Zeit haben, die Sehenswürdigkeiten dieser geschichtsträchtigen, am Zusammenfluss von Rhein und Mosel gelegenen Stadt kennenzulernen. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen ausgiebigen Bummel durch die Altstadt und genießen Sie ein letztes Mal die köstlichen Moselweine!

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linke Moselseite:
Nachdem Sie Kobern-Gondorf links der Mosel verlassen haben, radeln Sie über Winningen und Güls weiter nach Koblenz. Hier, in einer der geschichtsträchtigsten Städte Deutschlands, haben sowohl Sie als auch die Mosel Ihr Ziel erreicht. Während letztere am bekannten Deutschen Eck in den Rhein mündet, sind Sie an der letzten Station Ihrer Radreise angekommen und haben hoffentlich vieles erlebt, an das Sie noch oft und gerne zurückdenken werden. Bevor Sie sich aber auf die Heimreise machen, sollten Sie unbedingt noch die eine oder andere Koblenzer Sehenswürdigkeit besuchen, mit denen die Stadt alles andere als geizt. Dazu bietet sich ein Spaziergang durch die Koblenzer Altstadt an, den Sie am besten beim Deutschen Eck mit der gigantischen Reiterstatue von Kaiser Wilhelm I. beginnen. Von hier aus erreichen Sie zunächst das aus dem 13. Jahrhundert stammende Deutschherrenhaus, das einst der Verwaltungssitz des Deutschen Ritterordens war und heute Standort eines Museums für Moderne Kunst ist. Weiter geht es zur zwischen 817 und 836 erbauten Kastorkirche, die, nachdem hier die im Vertrag von Verdun festgeschriebenen Bedingungen für die fränkische Reichsteilung ausgehandelt wurden, von großer historischer Bedeutung für Deutschland und darüber hinaus auch sehenswert ist. Auf dem Vorplatz der Kirche kann der Kastorbrunnen bewundert werden, den ein französischer Präfekt im festen Glauben an einen Sieg Napoleons gegen die Russen hier errichten ließ. Unter der Lobeshymne auf Napoleon prangt noch heute der humorvolle ‚Gesehen-und-genehmigt‘-Schriftzug des russischen Stadtverwalters, der nun an Napoleons Stelle über Kolenz‘ Geschicke bestimmte. Ebenfalls einen Besuch wert sind der neben der Kastorkirche liegende Pfarrhof sowie die gotische St. Jakobuskapelle, die einst zum Leyen’schen Hof gehörte und der Kastorkirche gegenüberliegt. Noch aus der Römerzeit stammen die Fundamente der 1342 errichteten Balduinsbrücke, die damit als zweitälteste noch erhaltene Moselbrücke aus dem 14. Jahrhundert gilt. Die auch als ‚kurtrierische Stadtburg‘ bekannte, romanische Alte Burg wurde 1185 auf den Fundamenten eines römischen Wohnturms errichtet und beherbergt heute Teile der Stadtbibliothek. Eine erste Pause bietet sich im Gasthaus „Zum Deutschen Kaiser“ an, das in einem spätgotischen Wohnturm in der Altstadt untergebracht ist. Frisch gestärkt geht es anschließend weiter zum Münzplatz, auf dem sich das Haus Metternich befindet, in dem der durch den Wiener Kongress bekannt gewordene Clemens Wenzeslaus Lothar Fürst von Metternich zur Welt kam. Ebenfalls am Münzplatz steht das 1763 errichtete alte Münzmeisterhaus. Weitere nicht weit entfernte Sehenswürdigkeiten der Koblenzer Altstadt sind das barocke Dreikönigenhaus, das alte Krämerzunfthaus und das Pfarrhaus Liebfrauen, das bevor es 1775 zum Pfarrhaus wurde, zunächst fränkischer Königshof, dann erzbischöfliche Residenz und schließlich Sitz des Hofgerichts war. Ihm gegenüber befindet sich die evangelische Florianskirche, ein paar Schritte weiter liegt der Bürresheimer Hof, der aus dem Jahr 1659 stammt und von 1851 bis zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 als Synagoge genutzt wurde. Wiederum ein paar Schritte weiter stoßen Sie auf das Alte Kaufhaus, an dessen Fassade der sogenannte ‚Augenroller‘ angebracht ist, der seine Augen von rechts nach links und wieder zurück wandern lässt und außerdem jede halbe Stunde seine Zunge herausstreckt. Alten Überlieferungen gemäß soll er dem kurtrierischen Vogt Ritter Johann Lutter von Kobern nachempfunden sein, der wegen Straßenraubes geköpft wurde und nach seinem Tod noch immer mit den Augen gerollt und die Zunge herausgestreckt haben soll. Ebenfalls zur Koblenzer Altstadt gehören die ehemaligen Stiftskirchen St. Florin und Liebfrauen, von denen letztere schon im 5. Jahrhundert stand und deshalb als Koblenzer Urpfarrkirche gilt. Und auch die „vier Türme“, bei denen es sich um die vier Eckhäuser an einer Straßenkreuzung handelt, sind genauso wenig aus Koblenz wegzudenken wie der Schängelbrunnen in der Gymnasialstraße, auf dem ein kleiner Junge dargestellt ist, der allen, die ihm arglos zu nahe kommen, eine Ladung Wasser ins Gesicht spuckt und somit seinem Ruf als ‚Schängelchen‘ (=Lausbub) alle Ehre macht. Auf der dem Rhein zugewandten Seite von Koblenz liegt, fast 120 m über der Wasseroberfläche, die um 950 errichtete Festung Ehrenbreitstein, die ursprünglich nach ihrem Erbauer ‚Ehrembrechtstein‘ hieß und als sicherste Burg der Trierer Erzbischöfe zwischenzeitlich auch wichtige Reliquien wie z. B. das Haupt des Heiligen Matthias und den Heiligen Rock beherbergte. Heute sind im stattlichen Festungsgebäude mit dem Haus der Fotografie, dem Haus des Genusses und dem Haus der Archäologie mehrere Museen untergebracht. Und wer möchte, kann sich an verschiedenen Stationen auch über die bewegte Geschichte der Festung Ehrenbreitstein informieren. Außerdem lohnen sich ein Bummel durch die ausgedehnten Parkanlagen und ein Blick auf das atemberaubende Panorama, das sich zu Füßen der Festung erstreckt. Und auch die Fahrt mit der über den Rhein führenden Seilbahn ist ein unvergessliches Erlebnis. Am Ende ihrer eindrucksvollen Stadtbesichtigung bietet sich schließlich eine letzte Verkostung der Moselweine an. Zu diesen gehören in Koblenz der ‚Gülser/Metternicher Marienberg‘, der ‚Gülser Bienengarten‘, der ‚Gülser Königsfels‘, der ‚Layer Hamm‘ und der ‚Layer Hubertusborn‘. Oder Sie probieren zum Abschluss ihrer Mosel-Reise auch noch die vom Rhein stammenden Weinlagen ‚Ehrenbreitsteiner Kreuzberg‘ oder ‚Koblenzer Schnorbach-Brückstück‘ und stimmen sich damit vielleicht schon auf ihre nächste Radreise ein.

rechte Moselseite:
Um Kobern-Gondorf auf der rechten Moselseite zu verlassen, überqueren Sie zunächst die Mosel und folgen dann dem Moselradweg über Dieblich und den Koblenzer Stadtteil Lay ins oben ausführlich beschriebene Koblenz.

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9. Tag: Individuelle Abreise, Rücktransfer oder Verlängerung
Wenn Sie gerne noch mehr Zeit hätten, um Koblenz in Ruhe zu erkunden, buchen wir sehr gerne einen Verlängerungsaufenthalt für Sie. Ansonsten heißt es heute Abschied nehmen von Koblenz und Sie können unseren bequemen Rücktransfer nutzen, der täglich ab Ihrer gebuchten Unterkunft startet.

Reisebeschreibung für die 7-Tage Variante:
1. Tag: Trier
2. Tag: Trier - Trittenheim,
ca. 40 km
3. Tag: Trittenheim - Zeltingen, ca. 35 km
4. Tag: Zeltingen - Zell, ca. 35 km
5. Tag: Zell - Treis-Karden, ca. 50 km
6. Tag: Treis-Karden - Koblenz, ca. 40 km
7. Tag: Abreise von Koblenz

Reisebeschreibung für die 6-Tage Variante:
1. Tag: Trier
2. Tag: Trier - Piesport,
ca. 45 km
3. Tag: Piesport - Traben-Trarbach, ca. 40 km
4. Tag: Traben-Trarbach - Cochem, ca. 55 km
5. Tag: Cochem - Koblenz, ca. 50 km
6. Tag: Abreise von Koblenz

Reisebeschreibung für die 5-Tage Variante:
1. Tag: Trier
2. Tag: Trier - Bernkastel-Kues,
ca. 65 km
3. Tag: Bernkastel-Kues - Cochem, ca. 75 km
4. Tag: Cochem - Koblenz, ca. 50 km
5. Tag: Abreise von Koblenz

Reisebeschreibung für die Deluxe Variante:
1. Tag: Trier
2. Tag: Trier - Mülheim,
ca. 55 km
3. Tag: Mülheim - Traben-Trarbach, ca. 30 km
4. Tag: Traben-Trarbach - Cochem, ca. 55 km
5. Tag: Cochem - Koblenz, ca. 50 km
6. Tag: Abreise von Koblenz

Hotels:
Gerne können Sie sich die Hotels im Internet einmal anschauen. Hier ist eine Übersicht der Hotels, in denen wir überwiegend Zimmer für unsere Radreisegäste buchen - freie Zimmer vorausgesetzt. Da die Zimmer aber immer erst nach dem Eingang einer Anmeldung angefragt und gebucht werden und wir in jedem Ort mit mehreren Hotels zusammenarbeiten, können wir leider vorab keine Garantie auf ein bestimmtes Hotel geben. Die Mosel ist ein nicht nur bei Radfahrern beliebtes Reiseziel und auch wegen der vielen Weinfeste sind viele Hotels oft weit im Voraus ausgebucht.
Trier:
Hotel Park Plaza (Kategorie Deluxe)
Hotel Deutscher Hof (Kategorie A)
Pentahotel (Kategorie A+B)
Hotel Römerbrücke*** (Kategorie B)
Cityhotel Primavera*** (Kategorie B)
Hotel Deutschherrenhof (Kategorie B)
Trittenheim / Leiwen:
Hotel Krone-Riesling (Kategorie A)
Gutshotel Galerie Riesling (Kategorie B)
Hotel Seminarshof (Kategorie B)
Weinhaus Weis (Kategorie B)
Mehring:
Haus am Fluss (Kategorie A)
Hotel Moseltal (Kategorie B)
Piesport:
Hotel Restaurant Schanz (Kategorie A)
Hotel Moselblick Piesport  (Kategorie B)
Mülheim:
Weinromantikhotel Richtershof (Kategorie Deluxe)
Bernkastel-Kues:
Hotel Moselblümchen (Kategorie A+B)
Hotel Bären *** (Kategorie B)
Zeltingen-Rachtig:
Hotel Zeltinger Hof *** (Kategorie A+B)
Hotel Deutschherrenhof *** (Kategorie B)
Hotel Nicolay zur Post (Kategorie B)
Ratskeller Zell (Kategorie B)
Traben-Trarbach:
Romantik-Jugendstilhotel Bellevue (Kategorie Deluxe)
Hotel Trabener Hof (Kategorie A+B)
Zell:
Hotel Zum Grünen Kranz (Kategorie A)
Hotel Haus Notenau (Kategorie B)
Hotel Ratskeller (Kategorie B)
Cochem:
Moselromantik-Hotel Kessler Meyer **** (Kategorie Deluxe)
Hotel Karl Müller (Kategorie A)
Hotel Cochemer Jung (Kategorie A)
Hotel Noss (Kategorie B)
Gondorf:
Hotel Simonis (Kategorie A + B)
Treis-Karden:
Schlosshotel Petry **** (Kategorie A)
Hotel Am Stiftstor (Kategorie B)
Hotel Ostermann (Kategorie B)
Koblenz:
Diehls Hotel (Kategorie Deluxe)
Hotel Contel (Kategorie Deluxe)
Hotel Hohenstaufen (Kategorie A+B)
Hotel Hamm (Kategorie B)

 

Bewertungen unserer Reiseteilnehmer:
 

    Mosel-Radweg
bewertet am 19.12.2016 von Anna

Perfect organisation. Immediate bike service whenever needed, luggage transport on time, very good hotels. No drawbacks!

 

    Schöne Radreise
bewertet am 19.12.2016 von Martin W.

Organisation und Abwicklung vorbildlich. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Radreise überwiegend an stark befahrenen Straßen verläuft.

 

    Wunderschöner Radweg zwischen Mosel und Weinbergen
bewertet am 20.12.2016 von E. & I.

Eine sehr gut organisierte Fahrradreise, gute Fahrräder, Gepäcktransport einwandfrei, kurz gesagt: einfach toll und empfehlenswert!

Mosel-Radweg: Trier-Koblenz

9 Tage / 8 Nächte
7 Tage / 6 Nächte
6 Tage / 5 Nächte
5 Tage / 4 Nächte
6 Tage / 5 Nächte Deluxe
(die Reisen sind auf Anfrage und evtl. gegen Aufpreis auch in umgekehrter Richtung von Koblenz nach Trier buchbar)

Termine:
täglich vom 08. April bis 22. Oktober
 Saison 1:
08.04. - 30.04. und
16.10. - 22.10
 Saison 2:
01.05. - 17.08. und
06.10. - 15.10.
 Saison 3:
18.08. - 05.10.

Preise:


Leistungen:
 Übernachtungen in sorgfältig ausgewählten Gasthöfen und Hotels der gebuchten Kategorie (alle Zimmer mit DU/Bad und WC)
Kategorie B: Familiengeführte Pensionen, Gasthöfe und Hotels
Kategorie A: Komfortable Hotels der Mittelklasse
Kategorie Deluxe: exklusive Unterkünfte, oftmals das beste Haus am Platz; 4-Sterne und 4-Sterne Superior
 Frühstücksbuffet oder erweitertes Frühstück
 bei Halbpension: 3-Gang-Abendmenü
 Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel
 bestens ausgearbeitete Routenführung
 Kartenmaterial mit Streckenbeschreibung
 7-Tage-Service-Hotline

Extras:
 Leihrad
7-/21-Gang Leihrad: 60.- €
Elektrorad: 160.- €
 Anreise:
- Per PKW oder Bahn nach Trier.
- Per Flug: Frankfurt-Hahn oder Frankfurt am Main
 Rückfahrt
- Transfer mit Radbus von Koblenz nach Trier: täglich möglich; Abfahrt 9.00 Uhr ab Koblenz; eigene Räder werden mit transportiert; Reservierung bei Anmeldung erforderlich; Preis: 50.- € pro Person inkl. Rad
- per Bahn in Eigenregie
 Parken in Trier
- Parkplätze und teilweise auch Garagen bei den Hotels in Trier kosten zwischen ca. 8.- und 14.- € pro Tag; zahlbar vor Ort; keine Reservierung möglich
- kostenlose, öffentliche Parkplätze gibt es am Stadtrand bei der Messe in unmittelbarer Nähe zum Radweg; keine Reservierung möglich und erforderlich; vom Parkplatz geht ein Bus ins 2,5 km entfernte Stadtzentrum
 Parken in Koblenz: mit Besucherausnahmegenehmi-
gung der Stadt Koblenz auf öffentlichem Parkplatz am Hotel (Kosten je nach gewünschter Parkdauer ca. 20.- € bis 30.- €, kann als "Parkausweis für Besucher" beim Bürgeramt der Stadt Koblenz beantragt werden)

Zusatznächte:
pro Person
 in Trier:
Kat. A im DZ: 60.- €
Kat. A im EZ: 95.- €
Kat. A HP-Zuschlag: 25.- €
Kat. B im DZ: 50.- €
Kat. B im EZ: 75.- €
Kat. B HP-Zuschlag: 20.- €
Deluxe im DZ: 75.- €
Deluxe im EZ: 110.- €
 in Koblenz:
Kat. A im DZ: 60.- €
Kat. A im EZ: 90.- €
Kat. A HP-Zuschlag: 22.- €
Kat. B im DZ: 55.- €
Kat. B im EZ: 80.- €
Kat. B HP-Zuschlag: 22.- €
Deluxe im DZ: 65.- €
Deluxe im EZ: 100.- €


Sackmann Fahrradreisen   Raichbergstraße 1, 72622 Nürtingen, Deutschland

Tel. +49-(0) 70 22-2 44 55 8, sackmann-fahrradreisen.de, info@guido-sackmann.de