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Grand Tour durch die Toskana

Auf dieser eindrucksvollen Tour lernen Sie mit Pisa, Florenz und Siena die Perlen der Toskana kennen und erleben die geballte Schönheit der vielleicht berühmtesten Region Italiens

Diese Reise bieten wir dieses Jahr leider nicht an
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Toskana


Sanft geschwungene Hügel, malerisch von Zypressen gesäumte Weinberge und knorrige alte Olivenbäume: all das und noch viel mehr macht die Toskana zu einer der schönsten und eindrucksvollsten Landschaften in ganz Europa. Zahlreiche Künstler ließen sich von dieser wunderschönen Kulisse für ihre Gemälde inspirieren, und auch Sie werden sich dem Charme der Toskana garantiert nicht entziehen können. Vom weltbekannten Schiefen Turm in Pisa radeln Sie über das vieltürmige Dorf San Gimignano zunächst ins mittelalterliche Siena, das zu den schönsten Städten der Toskana gehört. Als nächstes Highlight erwartet Sie das berühmte Chianti-Gebiet. Hier geht es ordentlich bergauf und bergab, aber die genauso schmackhaften wie bekannten Weine der Region lassen Sie die in Kauf genommenen Strapazen sicher schnell vergessen. Schöne kleine Burgen und idyllische kleine Dörfer entlang der Strecke lassen zudem keine Langeweile aufkommen, und die vielen Köstlichkeiten der toskanischen Küche bescheren Ihren Geschmacksnerven Abwechslung und Genuss pur. In Ihrem Reiseziel, der toskanischen Hauptstadt Florenz angekommen, gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, und am Ende dieser ereignisreichen Radreise können Sie stolz von sich behaupten, die landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Höhepunkte der Toskana kennengelernt zu haben. Worauf warten Sie also noch? Die wohl bekannteste und beliebteste Region Italiens erwartet Sie!

 

 
Anspruchsvolle Tour durch hügelige Gebiete mit zahlreichen, teilweise steilen Steigungen und Gefällstrecken, die jedoch mit einiger Kondition zu bewältigen sind. Die durchschnittliche Tagesstrecke beträgt zwar nur etwa 45 km, kann aber dennoch sehr anstrengend sein. Aus diesem Grund sollten Sie für diese Tour in einer guten physischen Verfassung sein.  Die Strecke ist zu 70 % befestigt, lediglich 30 % müssen auf unbefestigten (Rad-)Wegen zurückgelegt werden. Am zweiten Reisetag besteht die Möglichkeit, die Etappe durch eine Zugfahrt zu verkürzen. 



Unterkünfte
Wir haben alle Hotels der Tour sorgfältig für Sie ausgewählt. Die Hotels sind dank der Beschreibung in den Reiseunterlagen einfach vom Radweg aus erreichbar und liegen in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Städte.
Bei dieser Tour können Sie zwischen den folgenden beiden Übernachtungskategorien wählen:
- Kat. A: 3***- und 4****-Hotels
- Kat. B: 3***-Sterne-Hotels
Alle Zimmer haben Dusche/WC und sind auch mit Klimaanlage ausgestattet.

 
1. Tag: Individuelle Anreise nach Pisa
Im Laufe des heutigen Tages reisen Sie individuell nach Pisa an und beziehen zunächst Ihr Hotelzimmer. Anschließend bietet sich eine ausgiebige Besichtigung der Stadt am Arno an. Ein absolutes Muss ist dabei natürlich ein Besuch auf der Piazza dei Miracoli, wo der weltbekannte Schiefe Turm steht, dem Pisa – wenn auch unbeabsichtigt –  einen Großteil seines Ruhmes verdankt. Der freistehende Glockenturm des Domes von Pisa wurde aus weißem Carrara-Marmor erbaut und begann zwölf Jahre nach seiner 1173 erfolgten Grundsteinlegung, sich unter seinem eigenen Gewicht in Richtung Südosten zu neigen. Doch nicht nur seine Schieflage macht ihn bemerkenswert – auch die runde Form war zur Zeit seiner Erbauung etwas Besonderes und in ganz Italien einmalig. So verwundert es auch nicht weiter, dass der Schiefe Turm zusammen mit dem Dom „Santa Maria Assunta“ und dem Baptisterium (der Taufkirche) im Jahre 1987 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Aber Pisa hat noch weit mehr zu bieten als dieses sehenswerte Ensemble. Auch die in der Altstadt gelegene, von prächtigen Palästen umringte Piazza dei Cavalieri (dt. „Platz der Ritter“) lohnt einen Besuch. Und natürlich ist auch ein abendlicher Spaziergang am nächtlichen Arno-Ufer ein unvergessliches Erlebnis, bei dem Sie das bunte Treiben und die lebendige Ausstrahlung der Universitätsstadt Pisa hautnah erleben können. 

2. Tag: Pisa – Casciana Terme, ca. 45 km, ca. 275 Höhenmeter
Nach dem heutigen Frühstück verlassen Sie Pisa und folgen dem Flusslauf des Arno zunächst nach Pontedera. Hier werden u.a. die Motorroller von Piaggio gebaut, aber die auf halber Strecke zwischen Pisa und Empoli gelegene Stadt, deren Name auf eine Brücke über den Flusslauf des Era zurückgeht, hat noch einiges mehr zu bieten. So wird in der Schokoladenmanufaktur Amedei neben verschiedenen Schokoladen- und Pralinenspezialitäten auch die „Amedei porcelana“ hergestellt, die als teuerste Schokolade der Welt gilt, und die WeinkennerInnen unter Ihnen können im Weingut Castellani verschiedene selbstgekelterte Weine aus dem berühmten Chianti-Gebiet genießen. Frisch gestärkt radeln Sie anschließend durch eine malerische, von Olivenhainen und Weinbergen geprägte Landschaft Ihrem heutigen Tagesziel Casciana Terme entgegen. Der bereits zur Zeit des Römischen Reiches von den Etruskern gegründete Kurort lockt in erster Linie mit seinen schon in der Antike bekannten Thermalquellen, deren Wiederentdeckung Mathilde von Canossa zu verdanken ist. Die mächtige Adlige, die im elften Jahrhundert lebte,  soll eine alte, kranke Amsel besessen haben, die eines Tages einen Ausflug unternahm und abends deutlich gestärkt zu Mathildes Schloss zurückkehrte. Um diesem Wunder auf den Grund zu gehen, ließ die Gräfin die Amsel, als diese das nächste Mal losflog, von ihrem Personal verfolgen und erfuhr so, dass das Tier ein Bad in einem Bach genommen hatte und lange im Wasser herumgetrippelt war. Daraufhin tat die ebenfalls von einer Krankheit geplagte Mathilde von Canossa es dem Vogel gleich und erlebte eine ähnliche Linderung ihrer Beschwerden. Seither wird das 36 Grad warme Wasser der Thermen, das reich an Schwefel, Kalk und Natron ist, als wahrer Jungbrunnen betrachtet und der Gräfin zu Ehren bis heute „Acqua Mathelda“ genannt.  Und vielleicht möchten ja auch Sie Ihren Muskeln nach den Anstrengungen des heutigen Tages ein entspannendes Bad im wohltuenden Nass gönnen, bevor Sie den Abend mit einem gemütlichen Bummel durch den schön gelegenen Ort mit seiner großen Piazza und den zahlreichen Eisdielen ausklingen lassen. 

3. Tag: Casciana Terme – San Gimignano/Colle Val d’Elsa, ca. 50/70 km, ca. 670/930 Höhenmeter
Der Großteil der heutigen Etappe verläuft auf der Via Francigena (= Frankenstraße) – dem Wegesystem, auf dem einst Pilger, Kaufleute und Teilnehmer der Kreuzzüge nach Rom zogen. Begleitet von Weinbergen radeln Sie in einem sanften Auf und Ab ins mittelalterliche San Gimignano. Die auf einem Hügel gelegene Kleinstadt verfügt über eine Vielzahl an Türmen und wird deshalb auch gerne als „Stadt der Türme“ oder „mittelalterliches Manhattan“ bezeichnet. Besonders bemerkenswert sind die noch erhaltenen Geschlechtertürme, die typisch für die Toskana sind und den Bergfrieden von Burgen nachempfunden wurden. Mit ihnen wollten Adlige nach ihrer Übersiedlung vom ländlichen Bereich in die Stadt auf ihre Macht und ihren Status hinweisen und stachelten damit die bürgerlichen Kaufleute zu einer Art Wettstreit an, sodass nicht nur immer mehr, sondern auch immer höhere Türme gebaut wurden, denn je höher der Turm, desto höher war auch das Ansehen des betreffenden Geschlechts. In San Gimignano gibt es noch insgesamt 15 solcher Türme, die in voller Höhe erhalten sind – und damit mehr als irgendwo sonst in der Toskana. Ebenfalls sehenswert sind verschiedene Paläste im mittelalterlichen Ortskern, mehrere noch erhaltene Stadttore sowie zahlreiche Kirchen. Die historisch Interessierten unter Ihnen können im Museum San Gimignano 1300 anhand einer detailgetreuen Nachbildung tief in die mittelalterliche Vergangenheit der Stadt eintauchen, und anschließend bietet sich eine Kostprobe der lokalen Küche an. So gestärkt können Sie den Abend entweder bei einem gemütlichen Spaziergang durch die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt ausklingen lassen oder – sofern Sie in Colle Val d’Elsa übernachten – die letzten knapp 20 Radkilometer in Angriff nehmen. Die Hauptattraktion der inmitten des grünen Flusstals der Elsa gelegenen Heimatstadt von Pinocchio-Autor Carlo Collodi ist der gläserne Aufzug „Il Baluardo“, der die eher modern gehaltene Unterstadt mit der etwa 40 m höher gelegenen Altstadt „Colle Alta“ verbindet. Von hier oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf Stadt und Umgebung und kann mit etwas Glück sogar das Meer sehen. Außerdem möchte der Dom gebührend bewundert werden, und auch die älteren Stadtviertel mit ihren Palästen und historischen Gebäuden sollten Sie sich nicht entgehen lassen, bevor Sie – entweder per Aufzug oder zu Fuß durch einen längeren Tunnel –  in die Unterstadt zurückkehren und vielleicht noch einen kleinen Abstecher zum verträumten Flussufer der Elsa machen, die rund um das Städtchen in einem kristallklaren Türkis erstrahlt. 

4. Tag: San Gimignano/Colle Val d’Elsa – Siena, ca. 45/25 km, ca. 600/385 Höhenmeter
Heute folgen Sie Ihrer treuen Wegbegleiterin, der Via Francigena, zunächst nach Monteriggioni und können unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf den Berg Montemaggio genießen. Ein weiterer Blickfang sind die schon von weitem zu erkennenden 14 Türme der Stadtmauer von Monteriggioni. Der auf dem Monte Ala gelegene Ort geht auf eine Befestigungsanlage aus dem 13.Jahrhundert zurück, von der aus die Republik Siena die an der Grenze zur Republik Florenz gelegene Festung Staggia Genese beobachtete, und erlangte durch die Erwähnung in Dantes Göttlicher Komödie Weltruhm. Anhänger des Computerspiels „Assassin’s Creed II“ werden in Monteriggioni die Kulisse des Spiels wiedererkennen, und auch den Filmfans unter Ihnen könnte die eine oder andere Ecke in Monteriggioni bekannt vorkommen, denn hier wurden beispielsweise Szenen von „Der englische Patient“ und „Gladiator“ gedreht. Zu den Sehenswürdigkeiten des kleinen Ortes gehören neben der gut erhaltenen Stadtmauer, dem heute noch begehbaren Wehrgang und den beiden Stadttoren (Porta Franca und Porta di sotto) vor allem die an der Piazza Roma gelegene, zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtete Kirche „Santa Maria Assunta“. Zudem bietet sich – in erster Linie für Familien mit Kindern, aber auch für alle anderen Geschichtsfans unter Ihnen – ein Besuch im Museo delle Armature, in dem jede/r auf Wunsch in mittelalterliche Rüstungen schlüpfen und sich mit den zugehörigen Waffen ausstaffieren kann. Und natürlich müssen Sie auch den hier angebauten Chianti Colli Senesi probieren, ehe Sie sich wieder auf Ihren Drahtesel schwingen und Ihren Weg nach Siena fortsetzen. Die am Fluss Tressa gelegene Hauptstadt der Provinz Siena gehört zu den beliebtesten Städten der Toskana und ist in insgesamt 17 „contrade“ (= Stadtviertel) aufgeteilt, die beim jährlichen Pferderennen „Palio di Siena“ gegeneinander antreten. Schauplatz dieser traditionsreichen, weit ins Mittelalter zurückreichenden Veranstaltung ist die weitläufige Piazza del Campo, die immer voller Leben ist und zu den schönsten Plätzen Italiens gehört. Dominiert wird der halbrunde Platz vom Palazzo Pubblico (= Rathaus), dessen markanter, 102 m hoher Turm (Torre del Mangia) das Wahrzeichen Sienas ist. Wenn Sie ein wenig Anstrengung nicht scheuen, können Sie über eine 503 Stufen lange Treppe zur Aussichtsplattform des Turmes hinaufsteigen und von dort oben einen wunderschönen Rundumblick über die Stadt genießen. Anschließend bietet sich ein Besuch im Museo Civico (Statdmuseum) an, das im selben Gebäude untergebracht ist, und natürlich lohnt sich auch eine Besichtigung des Doms Santa Maria. Das aus schwarzem und weißem Marmor bestehende Meisterwerk der Gotik entstand im 13. und 14. Jahrhundert und verfügt u.a. über einen sehr sehenswerten Mosaik-Fußboden. Dem Dom direkt gegenüber liegt die frühere Pilgerherberge Santa Maria della Scala, in der heute ein Museum für Kunst und Architektur untergebracht ist, und selbstverständlich darf, wenn Sie schon einmal in Siena sind, zum Abschluss des Tages auch ein gemütlicher Bummel durch die drei Haupt-Einkaufsstraßen Via Banchi di Sopra, Via Banchi di Sotto und Via di Città nicht fehlen. 

5. Tag: Siena – Radda in Chianti, ca. 40 km, ca. 790 Höhenmeter
Die heutige Etappe dürfte ganz nach dem Geschmack der WeinliebhaberInnen unter Ihnen sein, denn den ersten – kulturellen und sportlichen – Höhepunkt der heutigen Tagestour stellt das auf einem Hügel thronende Castello di Brolio dar, das als Geburtsort des klassischen Chianti-Weins gilt. Die Wurzeln des um 1141 in den Besitz der Familie Ricasoli gelangten Schlosses reichen bis ins Hochmittelalter zurück, und nachdem es infolge von Kriegsbeschädigungen mehrfach wieder aufgebaut werden musste, finden sich in seinem heutigen Erscheinungsbild die unterschiedlichsten Baustile wieder. Rings um die historischen Mauern erstreckt sich das fast tausend Jahre alte, 1200 ha umfassende Weingut der bis heute hier ansässigen Familie Ricasoli. Deren wohl bedeutendstes Mitglied, Baron Bettino Ricasoli, entwickelte hier im Jahre 1872 die genaue Zusammensetzung des Chianti Classico, wie sie noch heute gebräuchlich ist, und bei einer im Eintrittspreis für das Schloss enthaltenen Weinverkostung können Sie sich selbst von der Schmackhaftigkeit des „Barone Ricasoli Castello di Brolio Chianti Classico 2006“ überzeugen. Anschließend lohnt sich noch ein Besuch im Familienmuseum, ehe Sie dem Schloss den Rücken kehren und Ihren Weg in Richtung Castagnoli fortsetzen. Die charmante Ortschaft befindet sich etwa sieben Kilometer nördlich von Schloss Brolio und liegt zu Füßen der mittelalterlichen Festung Rocca di Castagnoli, die mittlerweile Sitz eines weiteren Weinguts der Familie Ricasoli ist. Wenn Ihnen also der Sinn nach einem weiteren guten Glas Wein steht, sollten Sie unbedingt einen kleinen Abstecher dorthin unternehmen. Ansonsten radeln Sie in nordwestlicher Richtung weiter und haben schon bald das Castello di Meleto erreicht. Die einstige Benediktinerabtei liegt idyllisch inmitten der Weinberge des Chianti-Gebiets und ist eine beliebte Örtlichkeit für Hochzeiten. Aber auch die WeinkennerInnen und TierliebhaberInnen unter Ihnen kommen hier auf ihre Kosten und können im Rahmen verschiedener Führungen Einzelheiten über den Prozess der Weinherstellung bzw. die typisch toskanischen Cinta-Cinese-Schweine erfahren, die hier gezüchtet werden und in den Kastanienwäldern rund um das Schloss frei aufwachsen dürfen.  Zurück auf der Radstrecke gilt es, einen sich über mehrere Kilometer hinziehenden Anstieg zu bewältigen. Zur Belohnung winkt dann eine etwa genauso lange Abfahrt, auf der Sie Kraft für die letzte Steigung des Tages tanken können, die Sie hinauf nach Radda in Chianti führt. Am Rathaus (Palazzo del Podestà, Palazzo Pretorio) des auf 530 m Höhe gelegenen, auf die Etrusker zurückgehenden Ortes können die Wappen einstiger Herrscherfamilien bewundert werden, und die Kirche Propositura di San Niccolò lockt mit einem Flügelaltar von Bernardo Daddi sowie einem aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kruzifix. Eine weitere Attraktion ist die ebenfalls im 14. Jahrhundert errichtete Stadtmauer, die teilweise sogar von innen begangen werden kann, und natürlich lohnt sich auch ein gemütlicher Bummel durch die von der zentralen Piazza Ferrucci ausgehenden, romantisch verwinkelten Gassen und Bogengänge.

6. Tag: Radda in Chianti – Greve in Chianti, ca. 30 km, ca. 570 Höhenmeter
Den Großteil der heutigen eher kurz gehaltenen Etappe legen Sie auf der Via Chiantigiana zurück, die zu den schönsten Weinstraßen der Toskana gehört. Zu Beginn können Sie es ganz geruhsam angehen lassen, denn die ersten Kilometer führen sanft bergab. Später heißt es dann aber wieder kräftig in die Pedale treten, um den langen Anstieg hinauf nach Panzano in Chianti zu überwinden, der die größte Herausforderung des heutigen Tages darstellt. Oben angekommen bietet sich Ihnen ein wunderschöner Blick über die umgebenden Hügel des Chiantigebietes, und auch der Ort an sich ist sehenswert, sodass Sie sich unbedingt Zeit für einen kleinen Rundgang nehmen sollten. Die auffälligste Attraktion von Panzano ist die direkt im Zentrum gelegene Burg. Nachdem diese sich in Privatbesitz befindet, ist eine Besichtigung der Innenräume leider nicht möglich, aber natürlich können Sie das mittelalterliche Gemäuer gebührend von außen bewundern. Auch ein Spaziergang durch die malerischen Gassen der Altstadt ist sehr reizvoll, und wenn Sie sich für sakrale Kunst interessieren, würden wir Ihnen einen Besuch der in die Burgmauern integrierten Kirche Santa Maria di Assunta empfehlen. Deren Glockenturm geht auf einen einstigen Wehrturm zurück, und in ihrem Inneren befindet sich neben einer aus dem 14. Jahrhundert stammenden Madonna auch ein sehenswertes Verkündigungsbild von Michele di Rodolfo del Ghirlandaio. Zu guter Letzt sollten Sie sich, wenn Sie schon einmal in Panzano sind und nicht zu den Vegetariern gehören, an einer kulinarischen Spezialität gütlich tun, die nur noch hier hergestellt wird. „Tonno del Chianti“ (dt. Thunfisch aus dem Chianti) besteht aus Spanferkelfleisch, das – nachdem es gesalzen, in Weißwein gekocht und in Olivenöl mariniert wurde – einen thunfischähnlichen Geschmack annimmt. Einst aus der Not geboren, weil Fleisch nicht lange aufbewahrt werden konnte, geriet das Gericht mit dem Aufkommen verschiedener Konservierungsmethoden in Vergessenheit, wird heute aber wieder von einer in Panzano ansässigen Metzgerei hergestellt. So gestärkt schwingen Sie sich schließlich wieder auf Ihren Drahtesel und erblicken schon bald das mittelalterliche Dorf Montefioralle, das dank seiner Hügellage weithin sichtbar ist und als eines der schönsten Dörfer Italiens ausgezeichnet wurde. Bis heute prägen Burg und Stadtmauer das Bild des von schmalen Gassen durchzogenen Ortes, und angeblich soll hier auch der bekannte Seefahrer Amerigo Vespucci seine Wurzeln haben. Wenige Radkilometer weiter haben Sie dann mit Greve in Chianti Ihr heutiges Etappenziel erreicht. Die am gleichnamigen Fluss gelegene Gemeinde gehört seit dem 13. Jahrhundert zu den Hauptstädten des Chianti. Ihre Hauptsehenswürdigkeit ist die dreieckige, von Schatten spendenden Arkaden eingefasste Piazza Matteotti, die sich zu den schönsten Marktplätzen der Toskana zählen darf und mit ihren zahlreichen Geschäften und Einkehrmöglichkeiten zum Verweilen einlädt. Jeden Samstag findet hier der beliebte Wochenmarkt statt, und jedes Jahr im September ist die Piazza Schauplatz der größten Weinmesse des Chianti. Dominiert wird der Platz von einer Statue des Seefahrers Giovanni da Verrazano, der im nahe gelegenen Castello di Verrazano geboren wurde, und an der südlichen Spitze der Piazza befindet sich die Kirche Santa Croce, hinter deren eher modern erscheinender Fassade sich einige sehenswerte Kunstschätze verbergen – darunter beispielsweise ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Triptychon von di Lorenzo und mehrere Gemälde aus der Schule von Fra Angelico. Stärken können Sie sich mit verschiedenen Spezialitäten aus der auch überregional bekannten Metzgerei Falorni, und natürlich darf auch beim Ausklang des heutigen Tages ein gutes Glas Chianti nicht fehlen. 

7. Tag: Greve in Chianti – Florenz, ca. 45 km, ca. 590 Höhenmeter
Das erste Highlight des heutigen letzten Radtages ist das Dorf Mercatale in Val di Pesa. Wie der Name („mercato“ = Markt) schon verrät, befand sich hier im späten Mittelalter ein bedeutender Markt- und Handelsplatz, auf den auch der bis heute trapezförmige Marktplatz hindeutet. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die verschiedenen Kirchen des Ortes sowie das mittelalterliche Castello il Palagio, und natürlich lohnt es sich auch, bei den örtlichen Winzern vorbeizuschauen, um ein weiteres Glas Chianti zu genießen. Mit etwas Glück dürfen Sie vielleicht sogar in den einen oder anderen Weinkeller hineinschnuppern und dem Meister bei der Arbeit zusehen, ehe Sie weiterradeln und nach einer etwa acht Kilometer langen Berg- und Talfahrt nach Impruneta gelangen. Besonders bekannt ist das Städtchen an der Greve für eine bestimmte hier vorkommende Tonsorte, die nach dem Brennen aufgrund ihres Mineralienreichtums und des charakteristischen Metallgehalts eine besonders frostfeste, „Impruneta“ genannte Terrakotta ergibt. Hier bietet sich also auf jeden Fall eine kleine Pause an, während der Sie beispielsweise die kunstvollen Malereien und Skulpturen im Santuario di Santa Maria bestaunen und außerdem in den verschiedenen kleinen Läden stöbern können, in denen die hier erzeugten Terrakotta-Produkte verkauft werden. Anschließend lassen Sie sich von der nun fast durchgehend bergab verlaufenden Radstrecke ins weniger als 15 Radkilometer entfernte, weltbekannte Florenz führen. Die Hauptstadt der Toskana darf sich stolz als „Wiege der Renaissance“ bezeichnen und ist untrennbar mit vielen berühmten Persönlichkeiten verbunden, zu denen neben den berüchtigten Medici auch Leonardo da Vinci, Galileo Galilei und Michelangelo gehören. Dessen Meisterwerk „David“ ist die wohl bekannteste Skulptur der Welt und darf sich deshalb völlig zu Recht zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Florenz zählen. Das Original kann in der Galleria dell‘ Accademia bewundert werden, während eine Kopie über die im Zentrum der historischen Altstadt gelegene Piazza della Signoria wacht. Dort befindet sich auch der mittelalterliche Palazzo Vecchio, von dem aus über lange Jahre die Geschicke der Republik Florenz gelenkt wurden und in dessen Innerem sich Leonardo da Vincis verschollenes Gemälde „Die Schlacht von Anghiari“ befinden soll. Unbedingt besuchen sollten Sie außerdem die berühmte, von Schmuckläden gesäumte Brücke Ponte Vecchio und natürlich die Kathedrale „Santa Maria del Fiore“, deren imposante, von Filippo Brunelleschi entworfene Kuppel das Stadtbild von Florenz unverwechselbar macht. Die viertgrößte Kirche Europas hat ihre Ursprünge im 13. und 14. Jahrhundert und weist daher sowohl romanische als auch gotische Elemente auf. Besonders reizvoll ist die detailreiche Ausmalung der gigantischen Kuppel, und wenn Ihnen der Sinn nach noch mehr Kunst steht, bietet sich ein Besuch in den Uffizien an, die zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt gehören und unzählige Kunstwerke alter Meister beherbergen – darunter beispielsweise Botticellis „Geburt der Venus“. Zum Ausklang dieses letzten Radtages lohnt sich ein abendlich-romantischer Spaziergang durch den im 16. Jahrhundert angelegten Boboli-Garten, der nicht nur mit seinen Skulpturen, Tempeln und Grotten beeindruckt, sondern auch einen wunderschönen Ausblick über die Stadt bietet. 

8. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung
Mit dem heutigen Frühstück geht Ihre Radreise offiziell zu Ende, und Sie treten die individuelle Heimreise an. Auf Wunsch buchen wir aber gerne noch die eine oder andere Zusatznacht für Sie, damit Sie die Schönheit der toskanischen Hauptstadt noch etwas länger auskosten können.


Toskana Grand Tour 

8 Tage / 7 Nächte

Termine:
• Saison 1:
• Saison 2:
• Saison 3:

Preise:
pro Person
• in Kat. B:
Saison 1 im DZ: .- €
Zuschlag Saison 2: .- €
Zuschlag Saison 3: .- €
EZ-Zuschlag: .- €
Leihrad: .- €
Elektrorad: .- €
• in Kat. A:
Saison 1 im DZ: .- €
Zuschlag Saison 2: .- €
Zuschlag Saison 3: .- €
EZ-Zuschlag: .- €
Leihrad: .- €
Elektrorad: .- €

Leistungen:
• Reiseablauf lt. Beschreibung
• 7 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet in der gewählten Kategorie
Kat. A: 3***- und 4****-Sterne-Hotels
Kat. B: 3***-Sterne-Hotels
• Gepäcktransport von Hotel zu Hotel
• App mit Landkarten, Sehenswürdigkeiten und GPS-Daten
• digitale Tourinformationen
• 7-Tage Servicehotline

Extras:
• Leihrad mit Gepäcktasche und Versicherung gegen Diebstahl und Beschädigung):
27-Gang Tourenrad: .- €
Elektrorad: .- €
• Leih-Helm (Größe 54-61): .- €
• Kurtaxe (ca. .-€) zahlbar vor Ort

Ermäßigung:
• 3. Person im Dreibettzimmer
in Kat. B: .-
in Kat. A: .- €
 

Parken:
• In Pisa (je nach gebuchtem Starthotel): kostenloser Parkplatz beim ersten Hotel für die gesamte Dauer der Tour oder kostenpflichtiger Parkplatz in der Hotel-Garage ( € pro Tag, keine Reservierung möglich).
(Stand 2020; für 2021 können sich die Parkmöglichkeiten ggf. noch etwas verändern)
 

Anreise:
• Mit dem Flugzeug sind die Flughäfen in Florenz und Pisa gut erreichbar. Direkt buchen können Sie unter http://www.opodo.de/
- von Firenze "AMERIGO VESPUCCI" (www.aeroporto.firenze.it).
Alle 30 Minuten fährt ein Bus "Ataf-Sita"  vom Flughafen zum Bahnhof Firenze S. Maria Novella und zurück. Transferfahrt etwa 20 Minuten. Preis ca. .- €. Von 06.00  bis 20.30 Uhr der Bus fährt alle 30 Min., von 20.30 bis 23.00  Uhr alle Stunde. Von Stadtzentrum alle 30 Minuten fährt ein Bus von 5.30 bis 20.00 Uhr. Von 20.00 bis 23.00 Uhr jeder Stunde (www.ataf.net, tel: 800.424500 - www.sita-on-line.it, tel: 800.373760). Mit Taxi (Radiotaxi tel. 055.4242/4390) bis zum Bahnhof Santa Maria Nolvella ca. .- € etwa 15 Min.
- von Pisa "GALILEO GALILEI (www.pisa-airport.com). Der Flughafen ist neben den Bahnhof (40 m überdachter Fußgängerüberweg)
• der Bahn ist Florenz durch mehrere direkte Verbindungen ab München gut erreichbar. Auf derselben Strecke fährt auch der Nachtzug. Mit einmal Umsteigen in Florenz erreicht man Siena und Pisa. Bahnverbindungen

Zusatznächte:
pro Person
• in Pisa
im DZ in Kat. B: .- €
im EZ in Kat. B: .- €
im DZ in Kat. A: .- €
im EZ in Kat. A: .- €
• in Florenz
im DZ in Kat. B: auf Anfrage
im EZ in Kat. B: auf Anfrage
im DZ in Kat. A: auf Anfrage
im EZ in Kat. A: auf Anfrage  


Sackmann Fahrradreisen   Eckenerweg 20, 72336 Balingen, Deutschland

Tel. +49-(0) 74 33-96 75 322, www.sackmann-fahrradreisen.de, info@guido-sackmann.de


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