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Geltinger Birk

Die Geltinger Birk ist die Halbinsel nördlich dem Ort Gelting, die die Außenförde von der Kieler Bucht trennt. Ein großer Teil der Halbinsel ist Naturschutzgebiet, wo frei lebende Konik Wildpferde, Galloway Rinder, Schafe und Ziegen die Weidelandschaft offen halten. Im Naturschutzgebiet kann man sehr gut Wandern. Für die Radfahrer bietet sich eine Radtour als schöne Alternative zum Ostseeküsten-Radweg an. Der Ort Gelting mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und dem Gut und Schloss Gelting ist über einen kurzen Abstecher zu erreichen. Ganz im Südosten der Geltinger Birk steht der Leuchtturm Falsthöf, der schon auf zahlreichen Postkarten verewigt wurde.

Naturschutzgebiet
Das Naturschutzgebiet Geltinger Birk liegt ganz im Norden der Halbinsel, die die Außenförde von der Kieler Bucht abgrenzt. Hier ist als Besonderheit eine Herde Wildpferde der Rasse Konik zu Hause. Sommers wie winters sind sie draußen und halten gemeinsam mit Schottischen Galloway Rindern, Schafen und Ziegen als tierische Pfleger die Landschaft offen. So soll die typische Weidelandschaft erhalten bleiben. Die Koniks stammen aus den Niederlanden, wo sie schon lange in der Landschaftspflege eingesetzt werden. Die ersten 11 Tiere kamen im Jahr 2002 in der Geltinger Birk an. Vier Jahre später wurde eine zweite Herde mit weiteren 10 Pferden ausgesetzt. In der Zwischenzeit ist der Bestand auf ungefähr 60 Tiere angewachsen. Einmal im Jahr werden alle eingefangen und die Jungtiere markiert. Damit die Herde nicht zu groß wird, werden einzelne Jungpferde auch verkauft. Die von Natur aus hornlosen Galloway Rinder beweiden zusammen mit den Koniks dieselben Flächen. Ihr Fressverhalten unterscheidet sich nur leicht von dem der Pferde. Eine gute Ergänzung sind die Schafe und Ziegen, die im Sommer in der Geltinger Birk eingesetzt werden. Vor allem die Ziegen fressen auch Pflanzen, die die anderen Weidetiere verschmähen. Darunter sind die Sprösslinge von Sträuchern und Bäumen. Selbst die stacheligen Triebe der Kartoffelrose werden von den Ziegen abgefressen. Von der offenen Weidelandschaft profitierten viele andere Tieren. Angefangen bei den Insekten und Spinnen bis zu den 90 verschiedenen Vogelarten, die hier brüten. Im Jahresverlauf können gut 100 weitere Vogelarten als Durchzieher und Überwinterungsgäste beobachtet werden. Das ganze Gebiet wird vom Naturschutzbund (NABU) betreut.

Wandern
Wer sein Fahrrad stehen lassen und stattdessen eine Wanderung machen will, kann unter vier ausgeschilderten Rundwanderungen wählen. Die Rundtouren sind mit Eule, Konik, Hochlandrind und Möwe bezeichnet und zwischen 3 und 13,3 km lang.

Radfahren
Das Radfahren ist in der Geltinger Birk auf den dafür ausgewiesenen Wegen erlaubt. Eine sehr empfehlenswerte Tour geht einmal fast um die ganze Halbinsel herum und folgt dabei größtenteils dem Ufer. Die interessante Radstrecke ist als Alternative zum Ostseeküsten-Radweg zwischen Goldhöft und Pommerby gedacht. Die Tour durch die Geltinger Birk ist circa 11 km lang und somit circa 8 km länger, als die 3 km lange direkte Verbindung. Dazu biegt man in Goldhöft nach links zum Parkplatz Geltinger Birk / Charlotten Mühle ab. Beim Parkplatz fährt man geradeaus weiter und kommt nach circa 200 Metern zur Charlottenmühle, die am Geltinger Noor liegt. Mit Hilfe der Windmühle wurde das Gebiet früher entwässert. Der Wasserpegel liegt mehr als 3 Meter unter dem der Ostsee. Damit das Naturschutzgebiet wieder mehr vernässt und somit wertvolle Feuchtgebiete entstehen, wird der Wasserpegel langsam um 50 cm angehoben. Folgt man weiter dem Weg, trifft man zuerst auf die NABU Hütte und kommt dann an die Nordspitze der Halbinsel. Entlang der Ostküste radelt man bis zum rot-weiß geringelten Leuchtturm bei Falsthöft, der schon wieder außerhalb des Naturschutzgebiets liegt. Hier ist auch ein breiter Sandstrand, der zum Baden einlädt. Vom Leuchtturm radelt man wieder 100 m in nördlicher Richtung zurück, biegt vor dem Parkplatz nach links ab und fährt auf der asphaltierten Straße ungefähr einen Kilometer bis zur Einmündung in die Kreisstraße. Hier biegen Sie nach links ab und sind wieder auf dem Ostseeküsten-Radweg.

Leuchtturm Falsthöf
Der rot-weiß geringelte Leuchtturm ist ein beliebtes Fotomotiv und ziert diverse Postkarten. Typischer könnte ein Leuchtturm wirklich nicht sein. Er wurde 1908 aus Stahl gebaut und war als Leuchtfeuer am Eingang zur Flensburger Förde bis 2002 in Betrieb. Heute kann man den Leuchtturm im Sommerhalbjahr besichtigen. Nachmittags hat er in der Regel geöffnet. Das Amt Gelting kaufte den Turm 2003 und machte das Heiraten im Leuchtturm möglich.

Gelting
Der Ort Gelting mit seinen etwas über 2000 Einwohnern liegt nicht direkt am Ostseeküsten-Radweg. Dort gibt es aber eine Bäckerei, einen Discounter Supermarkt und eine Apotheke. Der Abstecher vom Radweg bis zum Supermarkt ist ungefähr 3 km lang (einfache Strecke). Um nach Gelting zu kommen, biegt man im Ortsteil Wasserballig, wenn der unbefestigte Radweg beim Restaurant und Café „Dat Strandhuus“ auf die asphaltierte Straße trifft, nach rechts ab. Am Ortsanfang von Gelting an der Vorfahrtstraße beim Sportplatz nochmal rechts ab. Die Bäckerei liegt dann nach ein paar hundert Metern auf der rechten Seite. Zum Supermarkt und der Apotheke fährt man bis zur Bundesstraße weiter und biegt dort rechts ab. Nach circa 300 Metern liegen beide im Gewerbegebiet auf der linken Straßenseite.

Gut und Schloss Gelting
Das Schloss Gelting war lange im Besitz der Dänischen Krone. Die mit Wassergräben, Wällen und Palisaden gegen Angreifer geschützte Befestigungsanlage festigte und verteidigte den Anspruch des Königs auf diesen Landesteil. Der durch seinen Dienst bei der holländischen Ost-Indien-Compagnie reich gewordene Kaufmann Seneca Ingwersen erwarb 1758 das Gut vom dänischen König und lies umfangreiche Änderungen am Schloss und an den Gartenanlagen durchführen. Im Jahr 1758 wurde er vom König in den Adelsstand erhoben. Fortan trug er den Titel Baron von Geltingen. Das Schloss Gelting ist in Privatbesitz der Familie von Hobe-Gelting und kann nicht besichtigt werden. Die Familie hat aber einige historische Gebäude in schöner Lage, darunter auch welche in der Geltinger Birk, zu wunderschönen Ferienhäusern umbauen lassen. In diesem historischen Ambiente kann nun jedermann seinen Urlaub verbringen. Zum Schloss gelangt man, wenn man an der Vorfahrtstraße nach dem Sportplatz links abbiegt. Nach einer Rechtskurve liegt das Schloss nach circa 400 Metern auf der rechten Seite.


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